Eine Gegendarstellung zum offiziellen Imagefilm der Freien Universität Berlin. Basierend auf der Initiative von Studierenden der Universität. Dank an Wolf-Dieter Narr, Peter Grottian, Michael Hartmann, Bodo Zeuner, Mathias Bartelt, Sarah Walz, Yuca Meubrink, Sarah Hostmann, Max Wegener, Lisa Katzwinkel.
12 Uhr, Tiergartenstraße 15: Die KultusministerInnen treffen sich dieser Tage in Berlin. Sie sind verantwortlich für den deutschen Bologna-Prozess und vieles mehr. Sie glauben, sie seien die TrägerInnen des Bildungssystems. Wir schauen vorbei, um sie mal daran zu erinnern, um wen sich eigentlich alles drehen sollte und wer ein Wörtchen mitzureden hat, wenn es um Bildung geht.
Nach der Umzingelung ab 14 Uhr Kundgebung auf dem Potsdamer Platz.
Das Präsidium der FU wurde am 16.06.2009 von mehreren hundert Studierenden besetzt. Im Anschluss an eine Vollversammlung mit 1500 Teilnehmer_innen drangen Studierende in das Präsidium ein, um aufzuzeigen, dass sie sich in ihrem Protest nicht vereinnahmen lassen. Das Präsidium reagierte mit Repression und ließ räumen.
In einem brutalen Polizeieinsatz räumte die Berliner Polizei den Vorplatz des Präsidiums, bei dem es zu Platzwunden, Schlägen und Würgegriffen gegen die friedlich agierenden Studierenden kam.
Verantwortlich für diesen brutalen Einsatz gegen Studierende ist das Präsidium der FU Berlin.
Im Online-Magazin Campus Leben hingegen präsentiert die Pressestelle des Präsidiums Fotografien der Millionenschäden, die von den Besetzer_innen angerichtet wurden. Neben einem verschobenen Kleiderständer, etwas Konfetti und progressiver Wandkunst wird uns ein ordentlich im Waschbecken abgestellter Farbeimer als Beweis für “gewaltsames Vorgehen” der Studierenden vorgehalten.
Dazu die ungeheuerliche Behauptung: “Das wird die Freie Universität viel Geld kosten – Mittel, die für Lehre und Forschung vorgesehen waren”.
Wenigen Beteiligten war bisher klar, wie ernst es um die Finanzsituation der Freien Universität Berlin steht: Für das Wegfegen der Papierschnippsel und die Renovierung des Präsidiums werden vermutlich die Gelder für Lehre und Forschung für das ganze nächste Haushaltsjahr draufgehen. Mehrere Institute müssen dadurch geschlossen werden!
Schuld daran sind nun ganz allein die Studierenden und der Bildungsstreik.
Am Mittwoch gibt es ein gemeinsames Frühstück in der Physik (ab 9h) und anschließend einen kleinen Fahrradkorso zum Roten Rathaus. Treffpunkt ist das Cafe XX. Wer Lust auf ein bisschen Bewegung hat, komme vorbei! Für Frühstück, Musik und Transpis ist gesorgt!
Bitte weitersagen!
Juni 2009, die Überflüssigen sind wieder in Berlin unterwegs. Sie fahren ins weit entlegene Dahlem und besuchen dort eine Vorlesung in der Freien Universität, um auf den bundesweiten Bildungsstreik vom 15.6. – 19.6.2009 aufmerksam zu machen. Dafür haben sie sich extra ein kleines Theaterstück ausgedacht.
Posted on 30. April 2009 by fachschaftsinitiativen
Auf der gestrigen Sitzung des Studierendenparlaments hat SDS.Die Linke FU für einen Kandidaten der Jungen Union gestimmt und dem AusländerInnen-Referat den Autonomie-Status verweigert.
Dass die „Liste 25 – gegen Bachelor“ eine den Burschenschaften nahe Tarnliste der Jungen Union bzw. des RCDS ist, darauf machte der SDS selbst in einem Flugblatt vor den StuPa-Wahlen aufmerksam. Als Lukas Krieger von der Liste 25 für das Kulturreferat und Anton Petrov für das Sozialreferat des AStAs kandidierte, setzte der SDS auf Querfront-Strategie und stimmte für sie. Es scheint dem SDS wichtiger, gegen einen linken AStA zu opponieren als auf politische Inhalte zu setzen.
Als weiteren Eklat verweigerte der SDS dem AusländerInnen-Referat den Autonomie-Status. Seit vielen Jahren werden die AusländerInnen-, Frauen-, Lesben- und Schwulenreferate von autonomen Vollversammlungen der jeweiligen Interessengruppen gewählt und vom Studierendenparlament lediglich bestätigt. Die auch dem SDS bekannte und immer wieder dem StuPa erklärte Idee dahinter ist, dass etwa Männer nicht über die Zusammensetzung des Frauenreferats bestimmen, bzw. Deutsche nicht das AusländerInnen-Referat wählen. Auch sollen die Referent_innen nicht potentiellen homophoben, sexistischen oder rassistischen Äußerungen ausgesetzt werden, von denen das StuPa keineswegs frei ist.
Der SDS akzeptierte diese von der sonstigen Opposition weitgehend mitgetragene Regelung nicht und stimmte gegen die von der autonomen Vollversammlung der AusländerInnen gewählten Referent_innen.
Am SFB 700 der FU Berlin wird Politik auf Governance reduziert, Wissenschaft zur Produktion von Kontrollwissen, Rassismus und Alternativen wieder mal ausgeblendet….
…Befreiung statt Governance…<
Einfach so mal über die Welt forschen und aus alter weisser Weisheit heraus über die “Defizite” der Anderen sprechen? Rassismus strukturiert unsere Welt und unsere Sozialwissenschaften. Anti-Rassistisch? Wer ist das nicht? Oder haben wir vielleicht Privilegien zu verlieren? Statt der mangelnden Regierbarkeit der Kolonialisierten sprechen wir mal vom Kolonialismus in und durch uns.
Kill the Kolonialist in Dir! >
Vortrag aus einer Schwarzen Perspektive von
ARETHA SCHWARZBACH-APITHY
Erziehungswissenschaftlerin und Dozentin an der HU Berlin
Rassismus ist weisse Vorherrschaft weltweit. Wie sieht die Perspektive einer antikolonialen Gegenwart aus und wie können Weisse dazu beitragen? Die Zerstörung der Lebensbedingungen weltweit durch weisse Menschen mit blauen Augen und blonden Haaren, oder: Wie durch Erziehung Unterdrückung und Ausgrenzung ein- und fortgeschrieben wird und wir am Ende den Drang haben, Andere zu instrumentalisieren…
und bald mehr *** what the F*ck is “eigentlich” Governance?***frauenbefreiung und
kurdische Bewegung***/neo/kolonialismus und /afrika/***deutschlands neues
altes handeln in der welt***failed states oder sozialer konflikt***
Es geht wieder los – einen schönen Start ins neue Semester wünscht euch die FSI OSI. Das heißt auch, dass wir uns wieder regelmäßig treffen – Termine gibt’s per Mail. Für alle Interessierten gibt es auch ein offenes Treffen: am 28.4., um 14 Uhr im Roten Café.