Was studieren wir? Was lehren wir? Was forschen wir?

Podiumsdiskussion über das Selbstverständnis der Politikwissenschaft am OSI
Dienstag, 24. Juni 2008, 18:00 Uhr im Henry-Ford-Bau, Hörsaal A

Der neue Strukturplan sieht eine Stärkung des Bereichs „Internationale Beziehungen“ vor: Es werden zwei IB-Professuren geschaffen, die mit dem Sonderforschungsbereich „Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit“ (SFB) inhaltlich verbunden sind. Im Gegenzug wird die Vollprofessur Ideengeschichte zu einer Juniorprofessur herabgestuft. Da diese Weichenstellung am Institut bisher nur nichtöffentlich diskutiert wurde, wollen wir uns in einer offenen Diskussion darüber austauschen, was dies für Forschung und Lehre am OSI bedeutet:

  • Welche Stellung haben Theorie und Ideengeschichte in der Politikwissenschaft – welche haben sie am OSI?
  • Welche Folgen hat die zunehmende Abhängigkeit von Drittmitteln für Forschung und Lehre?
  • Einleitend diskutieren auf dem Podium:

    Tanja Börzel (Professorin für Europäische Integration, SFB)
    Marianne Braig (Professorin für Lateinamerika, SFB) – angefragt
    Sybille De la Rosa (Doktorandin im Bereich Theorie, SFB)
    Martin Fries (Studierender, OSI)
    Brigitte Kerchner (Vertretungsprofessorin für Pol. System Marburg, OSI)
    Marcus Llanque (des. Professor für Theorie und Ideengeschichte, Augsburg)

    Moderation: Martin Kaul (Studierender, OSI)

    Alle die am OSI studieren, forschen und lehren sind eingeladen, an dieser Diskussion teilzunehmen.

    Studentische Initiative für Politische Theorie am OSI
    pol.theorieosi(at)googlemail.com

    Zur Psychoanalyse an der Universität

    Vortrag von Dr. Lilli Gast, präsentiert von der FSI Psychologie (FU)

    Am Montag, den 23.06.08, um 18 Uhr lädt die FSI Psychologie der FU zu einem Vortrag von Dr. Lilli Gast mit dem Titel

    Kein Ort. Nirgends? Zur Psychoanalyse an der Universität – eine Unverzichtbarkeitserklärung

    ein. Ausgehend von der Verdrängung der Psychoanalyse aus den bundesrepublikanischen Universitäten soll im Vortrag und der anschließenden Diskussion unter anderem den Fragen nachgegangen werden, ob es einen emanzipatorischen Gehalt der psychoanalytischen Erkenntnismethode gibt und wie diese eventuell fruchtbar für die Kritik der kapitalistischen Verhältnisse gemacht werden kann.

    Dr. Lilli Gast ist ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin des Wissenschaftsbereiches Psychologie an der FU und ist gegenwärtig unter anderem Lehrbeauftragte an der Uni Hannover.

    Dr. Lilli Gast „Kein Ort. Nirgends? Zur Psychoanalyse an der Universität – eine Unverzichtbarkeitserklärung“

    Termin: Montag, der 23.06.08, 18 Uhr c.t.
    Ort: Hörsaal 1a, Rost- und Silberlaube der FU Berlin, Habelschwerdter Allee 45

    An alle, die keine Lust auf BA-(Umfragen) haben

    Wie ihr alle gewiss mitbekommen habt, ist vor einiger Zeit eine Mail mit einer Aufforderung zur Teilnahme an einer Umfrage von der Uni in eurem Posteingang gelandet (oder in eurem Spamverdacht-Ordner). Viele werden sich gedacht haben, dass es eh nichts bringt daran teilzunehmen und dass die Umfrage wieder dahin interpretiert wird, dass die BA Umsetzung gut funktioniert und alle Studis zufrieden sein müssten. Wir, der Arbeitskreis Hochschulpolitik (AK HoPo), haben uns mit dieser Befragung auseinander gesetzt und sie kritisch analysiert. Nach eingehender Diskussion, ob es nun besser sei teilzunehmen oder sie zu boykottieren,rufen wir Euch zur Teilnahme mit kritschem Blick auf. Dafür haben wir euch einige Überlegungen zum bewusst reflektierten Ausfüllen zusammengestellt. Es sollen natürlich nur Hinweise sein– macht euch beim Ausfüllen eure eigenen Gedanken.

    Nach intensiver Lektüre fiel uns so einiges auf:

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    Eklat im Akademischen Senat der FU

    Das Präsidium der Freien Universität hat seinem Ruf wieder alle Ehre gemacht. In der Sitzung des Akademischen Senats am Mittwoch, dem 28.5.08, hat es, wie hier angekündigt, nach Monaten des Hinhaltens die Neuwahl der Mitglieder der Kommission für Lehre (KfL) auf die Tagesordnung des AS gesetzt.

    Dabei behielt es sich jedoch vor, selbst zu bestimmen, welche Studierenden für die Kommission benannt werden sollten, und hatte den AS-Mitgliedern überraschend eine andere Liste von Studierenden der Einladung beigefügt, als sie die AS-Studierenden-Vertretung vorgeschlagen hatte.

    In der AS-Sitzung begründete das Präsidium dies so: Es müsse ein gemeinsamer, ein Konsensvorschlag der AS-Studierenden-Vertretung und des Präsidiums für die zu wählenden studentischen Mitglieder der KfL vorliegen – ein doppeltes Vorschlagsrecht, dessen rechtliche Grundlage uneindeutig ist, jedoch laut Rechtsamt-Leiter Lange (des obersten FU-Rechtsberaters) auf einen AS-Beschluß von 1999 zurück gehe und rechtlich nicht zu beanstanden sei. Diese Problematik ist in oben genanntem KfL-Bericht bereits angesprochen.

    Dieses so angenommene „doppelte Benennungsrecht“ hatte nun zur Folge, daß die Studierenden-Vertretung einen (Gesamt-) Vorschlag unterbreitet hatte, das Präsidium jedoch einen anderen Gesamt-Vorschlag, in dem auch Studierende aufgeführt waren, die nicht mit der Studierendenvertretung Rücksprache gehalten hatten, sondern direkt vom Präsidium angesprochen oder diesem empfohlen worden sein mußten. Drei von der AS-Studierenden-Vertretung vorgeschlagene Studierende wurden vom Präsidium mit der Begründung gestrichen, sie hätten keinen Lebenslauf an das Präsidium eingesandt.

    Als vierter Student wurde Mathias Bartelt vom Präsidium abgelehnt, der zwar seinen Lebenslauf eingesandt hatte, jedoch bei Vizepräsidentin Keitel-Kreidt, wie sie offen und öffentlich in der AS-Sitzung bekannte, vehement auf Ablehnung stoße. Sie begründete dies AS-öffentlich damit, daß er den Studienerfolgsbericht veröffentlicht hätte (siehe dazu auch hier die Berichterstattung auf FUwatch: „Advent, Advent, die Lehre brennt“ und „Denn wo gehobelt wird, da fallen Späne“.), Magister-Student sei, falsche Berichte über die Sitzungen der KfL veröffentlicht hätte und sie als Vorsitzende der KfL ihn bisher nie konstruktiv an den Studienordnungen habe mit arbeiten, sondern die KfL nur für allgemeinpolitische Diskussionen missbrauchen sehen.

    Dies hatte erst ein Mal Erheiterung im (diese Sitzung gut besuchten studentischen) Publikum zur Folge. Als die AS-Studierenden-Vertretung dennoch an Bartelt fest hielt, ging Keitel-Kreidt noch weiter: Sie könne und wolle mit ihm nicht arbeiten, es sei so keine Arbeit der KfL möglich und sie würde der KfL nicht weiter vorsitzen, falls er dennoch zum studentischen KfL-Mitglied gewählt würde. Es folgte weiteres Gelächter, jedoch auch eine zunehmend unruhige Stimmung im AS. Schließlich werden nicht oft in solcher Weise Personen oder bestimmte Studierende im AS diskreditiert.

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    Donnerstag, 05.06.2008 PuK-Themenabend

    Diesen Donnerstag findet um 18.00 Uhr wieder ein Puk-Themenabend im Raum 121 in der Garystr. 55 statt.

    Diesmal soll es um die konservative subversive Aktionen an der HU gehen – also die Nutzung klassisch linker Proteststrategien von rechtskonservativer Seite – und darüber hinaus allgemeiner um das diesjährige Gedenken an den vermeintlichen Erinnerungsort „1968“.

    Wenn ihr noch Lust habt, könnt ihr euch im Vorfeld unter http:**www.ungebeten.de über die Aktion an der HU informieren.

    Eure PuK-Ini

    SCHLUSS MIT DER MAUSCHELEI UM PROFESSUREN AM OSI!

    Kommt zur Sitzung des Fachbereichsrats am Mittwoch, 4.Juni um 9 s.t. in 21/HS A
    Verhindert das Abnicken des Strukturplans!

    → Am Otto-Suhr-Institut soll ein neuer Strukturplan an den Studierenden vorbei verabschiedet werden. Folge unter anderem: Die Vollprofessur für Politische Ideengeschichte wird abgesägt.

    Der neue Strukturplan spielt zwei Studienbereiche gegeneinander aus: Sven Chojnacki und Christoph Zürcher sollen durch W2-Professuren mit den Bezeichnungen „Vergleichende Politikwissenschaft und empirische Friedensforschung“ bzw. „Vergleichende Politikwissenschaft und Sicherheitspolitik“ am OSI gehalten werden. Weil nur noch 13 Professuren für das Institut vorgesehen sind, muss an anderer Stelle gespart werden – unter anderem wird die seit Jahren fest eingeplante Vollprofessur „Politische Ideengeschichte“ zu einer Juniorprofessur degradiert. Wenn diese nach maximal sechs Jahren ausläuft, droht das endgültige Aus für den Bereich Ideengeschichte.
    Es wird jedoch mit der Ideengeschichte nicht nur ein zentraler Studienbereich zu Gunsten einer weiteren Stärkung des Bereichs „Internationale Beziehungen“ vernachlässigt:

    Das Vorgehen des Instituts- und Fachbereichsrats im Fall des Strukturplans ist rechtswidrig!
    Das übliche Verfahren ist, dass erst ein Strukturplan festgelegt wird und die offenen Stellen dann über ein öffentliches und für alle nachvollziehbares Berufungsverfahren besetzt werden. Beide Gremien haben die Veränderung des Strukturplans zur „Personalangelegenheit“ deklariert und damit die Öffentlichkeit aus der Diskussion ausgeschlossen.
    Außerdem sollen die beiden neuen Professuren nicht regulär ausgeschrieben, sondern direkt an Chojnacki und Zürcher vergeben werden. Laut Tanja Börzel werden mit beiden Bleibeverhandlungen geführt, die jedoch im Rahmen befristeter Stellen gar nicht zulässig sind. Dieses Vorgehen verstößt gegen Art. 33 Abs. 2 des Grundgesetzes, wonach öffentliche Ämter jeder und jedem zugänglich sein müssen.

    Auch in anderen Bereichen gibt es Diskussionsbedarf um den Strukturplan, etwa bezüglich der fehlenden Afrika-Professur und der Koppelung der Bereiche Recht und Gender in einer Professur.
    Am 14. Mai konnte die Entscheidung über den Plan im Fachbereichsrat noch durch ein studentisches Veto verhindert werden, bei der Sitzung am nächsten Mittwoch soll er jedoch bestätigt werden.

    Deshalb fordern wir:
    → Eine öffentliche Diskussion um den Strukturplan am OSI, bevor der Fachbereichsrat darüber entscheidet
    → Eine Vollprofessur für den Bereich „Politische Ideengeschichte“
    → Mehr kritische Forschung und Lehre am OSI – auch innerhalb der Internationalen Beziehungen

    Initiative für die volle Professur der Ideengeschichte am OSI