Zur Situation am Institut für Informatik

Liebe Studierende, liebe ProfessorInnen, MitarbeiterInnen, Angehörige des Instituts für Informatik,

die prekäre Raumsituation an unserem Institut setzt in ihrer Offenkundigkeit einen bisherigen Höhepunkt:

  • Die Treppen des Hörsaals sind regelmäßig belegt.
  • In zahlreichen Tutorien musste gestanden werden.
  • Die wenigen Poolrechner sind in Dauernutzung.
  • spline ist es in ihrem (zur Platzschaffung am Institut verkleinerten!) Raum kaum möglich, ihren Aktivitäten in einem offenen Rahmen nachzugehen.
  • Aufenthaltsraum und Teeküche sind fast immer bis auf den letzten Platz genutzt.
  • Seminarräume sind in den Hauptzeiten entweder belegt oder verschlossen.
  • Ein konzentriertes Arbeiten ist Studierenden schlichtweg unmöglich, solange mensch schon Glück haben muss, um einen Arbeitsplatz zu ergattern. Gebessert hat sich die Situation im Vergleich zum Semesterbeginn nur, weil viele Studierende die Veranstaltungen jetzt meiden, daheim arbeiten oder nicht auf die Poolrechner angewiesen sind.

    Die FSI Mathe/Info und die Fachschaft Bioinformatik sind sich bewusst, dass die Institutsleitung nur Teilschuld an der Situation trägt. Trotzdem werden – in unseren Augen fatale – Entscheidungen getroffen, welche die Zustände verschärfen. Wir sehen uns gezwungen, öffentlich die folgenden Punkte zu fordern:

  • Mehr Tutorien
  • Neue Arbeitsräume für Studierende, auch für hochschulpolitische Arbeit
  • Abschaffung der Anwesenheitspflicht zur Entspannung der Tutorien
  • Einbeziehen der Studierenden in die Raumvergabe
  • Des Weiteren verurteilen wir jegliche Bestrebungen, Arbeitsgruppen am Institut Raum zu geben, solange die Situation dermaßen angespannt ist. Wir fordern, dass sich der Fokus des Instituts wieder auf die Lehre richtet.

    Wir haben konkrete Vorschläge, wie die Situation besser für alle Anwesenden gestaltet werden kann. Diese wollen wir in einer für alle Studierenden offenen Gesprächsrunde mit der Institutsleitung vortragen und diskutieren.

    Fachschaftsinitiative Mathematik/Informatik
    fsi.spline.de
    fsi {at} lists.spline.de

    Fachschaft Bioinformatik
    www.bioinformatik-berlin.de
    fsbr_bioinf {at} lists.spline.de

    Veranstaltungshinweis: Imperialismus in der Wissenschaft

    Die Theorie der neuen Kriege als intellektuelle Brandstiftung?

    Als „failed states“ bezeichnete Staaten scheinen legitime Einsatzorte von militärischen Interventionen; sie werden zu „Polizeiaktionen“ oder „humanitären Interventionen“ umgedeutet. Die Frage der Regierbarkeit („Governance“) dieser Staaten wird Gegenstand internationaler Machtinteressen und es entstehen neue Formen imperialer Politik. Die Bedeutung wissenschaftlicher Theorie und Forschung zur strategischen Orientierung und Legitimation neuer Kriege nimmt zu. Die Veranstaltung beleuchtet den „transnationalen Imperialismus“ und geht auf zwei Berliner Standorte imperialer Theorieproduktion und Legitimationsbeschaffung ein.

    Referenten:
    Jürgen Wagner (Informationsstelle Militarisierung, Tübingen) spricht über die Bedeutung der wissenschaftlichen Arbeiten des Sonderforschungsbereichs 700 an der FU Berlin und der Theorie Herfried Münklers als „intellektuelle Brandstiftung“ für globale Kriege

    Rainer Rilling (Mitarbeiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Bereich Politikanalyse) spricht über die Veränderung globaler Macht- und Herrschaftsverhältnisse und die Konstitution des „Empire“ als neue imperiale Weltordnung

    Donnerstag | 13.11.08 | 18.30h
    Universitätsgebäude am Hegelplatz
    Dorotheenstraße 24 | Raum 1.201

    Eine gemeinsame Veranstaltung vom Referat für Internationalismus des ReferentInnenrates der Humboldt-Universität und der Hellen Panke

    http://www.kritischewissenschaft.wordpress.com
    http://www.refrat.de
    http://www.helle-panke.de