Vorträge zu Kolumbien und Venezuela am FMI nächsten Montag

Vortragsreihe der FSI Geschichte am Friedrich-Meinecke-Institut.

Die beiden Vorträge müssen leider ausfallen, da die Referent_innen an der Einreise nach Deutschland gehindert wurden.

Die FSI Geschichte möchte den geschilderten Sachverhalt zum Anlasse nehmen, in einer Informations- und Diskussionsveranstaltung den vorliegenden Fall etwas detailierter darzustellen und davon ausgehend die Frage nach Notwendigkeit und Bedeutung nationaler Grenzen im Allgemeinen zu stellen.

Details zur Alternativ-Veranstaltung bei der FSI Geschichte.

Nächsten Montag haben wir für euch zwei Vorträge am Institut organisiert. Kommt vorbei und bringt Freunde und Freundinnen mit! Beide Vorträge finden auf spanisch und deutsch statt. Wir freuen uns auf euch!

Kolumbien
Mo, 02.02., 12 Uhr, FMI Hs B
“State and Conflict in Colombia“
by Maribel Avellaneda Nieves

A contribution to the reflection on the phenomenon of violence in Colombia. Is Colombian democracy a paradigm of civic-mindedness in Latin America?

Looking back on certain periods of Colombian history allows us to understand the particularities of the phenomenon of violence and to reflect upon various actors within it as well as manifestations, explanations, scenarios and temporalities of violence in general and in Colombia in particular.

Venezuela
Mo, 02.02., 14 Uhr, FMI Hs B

“Different Visions of the Construction of the Venezuelan Nation“- Free, Autonomous, Independent or Sovereign
by Francisco Mangano-Molero

From its beginning until now, the formation process of the Venezuelan nation, especially with respect to the geopolitical changes of government in Southern America, has generated diverse levels of identity and political organisation.

The lecture gives an overview of the political conflict experienced in Venezuelan society within the last years and links it to a speech given by Chavez. As Chavez’s speech has been understood as a condemnation of hegemonic power, an analysis of his argument helps to shed light on the above mentioned conflict.

SFB 700 – ein Tiefpunkt ist erreicht

Gastbeitrag zur Diskussion um den SFB 700

Am 15.1. fand an der FU eine vom Sonderforschungsbereich 700 „Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit“ organisierte Vorstellung der Forschungen des SFB-Mitarbeiters Jan Koehler statt. Sie war blamabel und könnte dem wissenschaftlichen Ansehen des SFB schweren Schaden zufügen.

Vorweg: Weder ist es auf diesem Internetportal üblich, noch pflege ich selbst, persönliche Erfahrungen in Texte zu gießen (außer wenn es um Gremienarbeit geht). Ich bin auch alles andere als begeistert von langen Diskussionen und Streitigkeiten, die darin bestehen, sich gegenseitig selbst verfasste lange Texte an den Kopf zu werfen; umso weniger, wenn die Texte persönliche Angriffe enthalten. Hier möchte ich aber aus zwei Gründen eine Ausnahme machen.

Erstens auf Grund der Art meiner persönlichen Involviertheit: Ich bin einer der Wenigen, die beide Diskussionsveranstaltungen der letzten Zeit zum SFB 700 (12.12.08 und 15.1.09) besucht haben; einer der wahrscheinlich noch Wenigeren, die sowohl die Auftragsstudie von Koehler und Christoph Zürcher für das „Bundesministerium der Verteidigung“ (BMVg) (Fußnote 1), als auch das von Koehler verfasste „Working Paper 17“ (WP 17) des SFB mit dem Titel „Auf der Suche nach Sicherheit“, welches am 15.1. vorgestellt werden sollte, gelesen haben; außerdem habe ich in letzter Zeit mit Koehler und Zürcher relativ ausführlich in kritischer Absicht über ihre Forschungen in Afghanistan sowie über damit verbundene Themen kommuniziert, und zwar im Zuge meiner Nachforschungen zu den Hintergründen der BMVg-Studie, aus denen verschiedene Artikel hervorgegangen sind (am ausführlichsten schildert die Ereignisse die Version in Out of Dahlem. Magazin des AStA FU, Nr 8, Januar 2009).

Zweitens hängen Form und Inhalt dieser Veröffentlichung zusammen wie selten sonst: Gerade weil es mir unmöglich war, mit Koehler zu den mich interessierenden Themen ins Gespräch zu kommen, ist mir das Bedürfnis entstanden, diesen traurigen Fakt (notwendigerweise personalisierend) zu dokumentieren, und aus dem gleichen Grund muss es nun eben ein langer Text sein.

Versuche einer Diskussion

Die am 15.1. Anwesenden merkten es: Kritische Fragen nach Koehlers langem Vortrag wurden entweder mit Unmut in Stimme und Mimik beantwortet oder, trotz wiederholter Aufforderung, gar nicht! Kurz vor Ende wurde sogar meine letzte Wortmeldung vom Moderator Prof. Michael Daxner, der gerade Gastwissenschaftler am SFB ist, genüsslich mit dem Hinweis abgelehnt, es sei spät und ich hätte schon zwei mal gesprochen gehabt. Sowohl Daxner als auch Koehler zeigten verbal und mimisch, dass sie Kritik aus einer bestimmten (personellen und inhaltlichen) Richtung nicht akzeptierten und als diffamierend ansahen. Dabei bezogen sich zumindest meine Fragen direkt auf den Vortrag, wo Koehler nämlich einige Male kurz vor einer kritischen Auseinandersetzung mit wichtigen Punkten zu stehen schien: So fragte ich erstens, was er denn generell von der Intervention der Bundeswehr in Afghanistan halte; zweitens, was denn davon zu halten sei, dass dort ein politisches System implementiert wird, das bestimmten Vorstellungen der ausländischen Mächte entspricht, aber in Afghanistan noch nie existiert bzw. funktioniert hat (so stellte es Koehler selbst im Vortrag dar; im Text heißt das auf Seite 7 so: „Im Falle von Afghanistan treffen die westeuropäischen und nordamerikanischen Interventionsmächte in dem Versuch, den Staat als oberstes politisches Ordnungsprinzip wieder herzustellen und seine Geltungsmacht durchzusetzen, auf kulturell fremde und staatlichen wie internationalen Interventionen gegenüber misstrauisch, mitunter feindselig eingestellte Lokalgesellschaften.“ S.a. die Fußnoten Nummer 13 und 73); und drittens, ob es denn nicht problematisch sei, dass die kleinen Hilfsmaßnahmen auf lokaler Ebene zumindest für die Bundeswehr genau den von ihr gewünschten Zweck erfüllen, nämlich, wie eben Koehler in der BMVg-Studie heraus fand, die Bevölkerung positiv gegenüber dem ausländischen Militär stimmen.

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Bildungsstreik 2009

Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,

nach dem großen Erfolg des bundesweiten Schulstreiks am 12. November 2008 ist der Vorschlag entstanden, den nächsten Schulstreik zu einem bundesweiten Bildungsstreik auszuweiten. Dieser soll als bundesweite Aktionswoche mit einheitlichem Demo-Termin und Formen des zivilen Ungehorsams voraussichtlich Mitte Juni stattfinden. Wir möchten Euch herzlich zu einer FU-weiten Koordinierung einladen, um über den Stand der bundesweiten Arbeit zu informieren und Möglichkeiten zu diskutieren, wie wir uns an der FU in den Streik mit einbringen wollen.

Die neoliberalen „Reformen“ der Bildungs- und Sozialsysteme wollen wir nicht mehr weiter hinnehmen. Nach Studiengebühren, Lohnzurückhaltungen, Hartz IV und BA/MA, die uns als alternativlose Sachzwänge dargeboten wurden und nur teilweise verhindert werden konnten, sollen wir nun mitanschauen, wie mit der Finanzkrise eine Milliarden-Umverteilung von unten nach oben vorgenommen wird. Während das FU-Präsidium unter Lenzen galoppierend die Hochschule entdemokratisiert und zur elitären Lernfabrik ummodelt, erhält er noch Auszeichnungen als „Hochschulmanager des Jahres“ oder als Präsident der „unternehmerischsten Hochschule“. Viele der konkreten inhaltlichen und strukturellen Probleme des Studiums an der FU wurden im vergangenen Protestsemester auf dezentralen Vollversammlungen gesammelt. Wir wollen nun in bundesweiter Koordination gemeinsam mit Schüler_innen, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen politischen Druck aufbauen. Hierfür wollen wir mit Euch diskutieren:

Am
Donnerstag, 22. Januar 2009,
um
14:00 Uhr
im Raum
L 113 (Seminnarzentrum)
in der Silberlaube.

Nach einem kurzen Input über den Stand der bundesweiten Planungen wollen wir uns über die Perspektiven und Aktionsmöglichkeiten an der FU austauschen. Mit welchen Problemen an Fachbereichen und Instituten sind wir konfrontiert? Welche Forderungen stellen wir auf? Mit welchen Protest- und Aktionsformen können wir für diese Forderungen politischen Druck entwickeln?

Das Treffen soll die Basis einer aktiven Zusammenarbeit legen, daher braucht es viele Menschen, die mitdiskutieren. Tragt den Vorschlag in eure Gruppen und erscheint zahlreich.

Der Arbeitskreis Hochschulpolitik der FU (AK HoPo)

Militarisierung des OSI?

Öffentliche Diskussion der Afghanistan-Studie des SFB 700

Donnerstag 15.01.09, 18:30, Hs A OEI, Garystr. 55

Jan Koehler stellt sein Ende November verfasstes Working Paper Nr. 17 zur internationalen Intervention in Nordost-Afghanistan vor. Zugrunde liegt diesem seine „Geheimstudie“ für das Bundesministerium für Verteidigung (BMVg).

Jan Koehler und Christoph Zürcher haben 2007 für den SFB 700 und für das BMVg in Afghanistan Forschung für die Akzeptanz der militärischen Besatzung durchgeführt. Der militärstrategische Auftrag ist eindeutig formuliert:

Aus der asymmetrischen Bedrohungslage in Afghanistan folgt militärisch die Notwendigkeit, die Akzeptanz der afghanischen Bevölkerung soweit als möglich zu erhalten. Dieser Aufgabe dient wesentlich die zivil-miliärische Zusammenarbeit »CIMIC«.

CIMIC ist die von verschiedenen Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen entwickelte Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen AkteurInnen, in deren Rahmen sich auch die Studie stellt. Es ist eine Zusammenarbeit, die Forschung und Krieg miteinander verschmilzt.

Weiterhin ist die Fragestellung der Auftragsforschung: »Verbessert die Durchführung des Vorhabens die Akzeptanz der PRT [Provincial Reconstruction Teams] bzw. der internationalen Präsenz bei der Bevölkerung?« Der militärische Auftrag, zu erforschen wie dieses Ziel effizient zu erreichen ist, wurde sich von den ausführenden Wissenschaftlern fraglos zu eigen gemacht. Beispielsweise wurden die Gemeinden, in denen Befragungen durchgeführt wurden, nach militärischen Sicherheitskriterien in »unproblematische« und »problematische« unterteilt. SicherheitsexpertInnen der Bundeswehr halfen bei der Auswahl. (Seite 4-5 der Studie)

Die »Forschungs«-Ergebnisse zu Widerständen, Äußerungsformen, Reaktionen auf die militärischen Operationen werden in den militärischen Zusammenhang eingespeist. Ihr Vehikel ist eine Entwicklungsstrategie über – meist infrastrukturelle – Kleinprojekte, die in »Provincial Development Fonds« (PDF) organisiert wird. Diese Entwicklungsfonds werden »als bedarfsorientiertes, partizipatives Werkzeug« eingesetzt, das Akzeptanz für die Armee herstellen soll und zugleich der Herstellung von militärisch relevanten »Lagebildern« und Informationsbeschaffung zuarbeitet. »Brunnenbauen für den Krieg« kann mensch das nennen. Darüber hinaus dient es mittel- bis langfristig dem Projekt des SFB 700, neue Formen der Macht, der Herrschaft, der Regierung jenseits der als überholt angesehenen Formen demokratisch verfasster Staatlichkeit zu etablieren.

Zum Thema ist die Broschüre Failing Sciences – Embedded Stakeholders: Wider den SFB 700 erschienen.

FaKo-Tag am 17.01.2009

Sa, 17.01. | 10.00 Uhr
New York (im Südflügel des Bethanien, Mariannenplatz 2)
FaKo-Tag (FS-Referat AStA FU + FaKo-Referat RefRat HU)

Der erste uniübergreifende Fachschaftskoordinationstag, bei dem ihr nicht nur „die anderen da an der HU“ kennenlernen werdet, sondern auch zu allen Themen arbeiten könnt, die euch momentan hochschulpolotisch unter den Nägeln brennen. Kommt vorbei!

PROGRAMMVORSCHLAG: 10 – 11 Uhr Auftaktplenum 11 – 13 Uhr Workshop zu fachschaftsinternen Herrschaftsverhältnisse und Strategien zum Hierarchie-Abbau 13 – 14 Uhr Mittagspause mit VoKü 14 – 15 Uhr Ini-Austausch 15 – 18 Uhr „Open-Space“-Phase

Neben Fachschaftmenschen sind natürlich auch alle anderen hochschulpolitisch Aktiven und Interessierten recht herzlich eingeladen!

Wahlparty der Fachschaftsinitiativen an der FU am 17.01. im New York

Anläßlich der StuPa-Wahlen veranstalten die Fachschaftsinitiativen am 17.01. eine Party im New York im Südflügel des Bethanien (Mariannenplatz 2). Los gehts ab 22 Uhr.

„Krawahl und Remmidemmi“ – die Nach-Wahl-Party der Fachschaftsinitiativen.

Bis Donnerstag wurde noch gewählt – heute wird gefeiert! Lasst es auf der Nach-Wahl-Party der Fachschaftsinitiativen der FU bei Musik, Vokü und Getränken krachen. Für Livemusik ist mit Lines’n’Notes (Psychedelic), Neume (Stonerock) und Salty Blue Notes (Blues) gesorgt, außerdem gibt es Ska, Punk, Electro, Drum’n’Bass und Trash aus der Dose auf die Ohren. Desweiteren: Cocktails, vegane VoKü und Tombola.

Eintritt 2 Eur + Soli (für Wahlkampfkosten der Inis)

Kampf und Krampf im Fachbereichsrat PolSoz im Herbst und Winter 2008

Pünktlich zu den Wahlen zu den akademischen Gremien (hier: Fachbereichsrat FBR) hier nun der Bericht eines studentischen Vertreters aus der letzten Wahlperiode.

Vorab: AM 13. UND 14. JANUAR SIND WAHLEN!!!

Damit ihr nicht vergesst, dass in eurer Abwesenheit über die Belange eurer Fakultät entschieden wird, hier die Auflistung einiger Schweinereien aus der letzten Zeit. Sicherheitshalber sei erwähnt, dass im Fachbereichsrat (FBR) 3 Studis, 3 WiMi’s, 3 SoMi’s und 10 Profs sitzen. Der FBR wird nur alle zwei Jahre gewählt und wählt seinerseits das Dekanat (nur der Verwaltungsleiter Brose ist von seiner Position her ständiger Teil des Dekanats), also die Führung des Fachbereichs.

Einige wichtige Infos (kopiert aus einem Protokoll):

Der Verwaltungsleiter berichtet vom derzeitigen Stand der Informationen des Präsidiums zum Haushalt 2009 und einer derzeitigen Sperre i.H.v. 7,5 % des Budgets der wissenschaftlichen Mitarbeiter . Die Dekanin berichtet, dass Vakanzen im Bereich der HochschullehrerInnen nicht mehr vom Präsidium finanziert werden.

Berufungspoker und Aufteilung der Fachbereichsmittel

Bei der Haushaltsdiskussion ging es um die Frage, ob über die Grundausstattung hinaus gemachte materielle Zusagen, die neue Profs bei Berufungsverhandlungen aushandeln können und die sich Jahre lang auswirken (da es sich z.B. um Stellen und Räume handelt), jedes Jahr zentral dem Fachbereichsbudget abgezogen werden, bevor dieses auf die einzelnen Institute nach einem prozentualen Schlüssel verteilt wird, oder ob letzteres zuerst passieren soll und dann jedes Institut aus seinem eigenen Budget diese Zusagen tragen muss.

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Wahlen zum Studierendenparlament an der FU Berlin

Fachschaftsinis ins StuPa! – folgende Inis kandidieren zu den StuPa Wahlen am 13.-15. Januar 2009:

Liste Ini
04 FSI LAI
06 Fachschaftsinitiative IsTurArIrS
10 FSI (Kunst-)Geschichte – „Liste Koser Nostra“
27 FSI PuK / Publizistik Ini
29 FSI JFK – Kritische Nordamerikastudierende
35 FSI OSI
36 Initiative Lehramt
37 FSI Psychologie
38 fsi wiwiss
39 FSI Mathe / (Bio-)Info
40 FSI Biochemie
44 FSI Ethnologie