SDS.Die Linke stimmt für Rechtsaußen

Auf der gestrigen Sitzung des Studierendenparlaments hat SDS.Die Linke FU für einen Kandidaten der Jungen Union gestimmt und dem AusländerInnen-Referat den Autonomie-Status verweigert.

Dass die „Liste 25 – gegen Bachelor“ eine den Burschenschaften nahe Tarnliste der Jungen Union bzw. des RCDS ist, darauf machte der SDS selbst in einem Flugblatt vor den StuPa-Wahlen aufmerksam. Als Lukas Krieger von der Liste 25 für das Kulturreferat und Anton Petrov für das Sozialreferat des AStAs kandidierte, setzte der SDS auf Querfront-Strategie und stimmte für sie. Es scheint dem SDS wichtiger, gegen einen linken AStA zu opponieren als auf politische Inhalte zu setzen.

Als weiteren Eklat verweigerte der SDS dem AusländerInnen-Referat den Autonomie-Status. Seit vielen Jahren werden die AusländerInnen-, Frauen-, Lesben- und Schwulenreferate von autonomen Vollversammlungen der jeweiligen Interessengruppen gewählt und vom Studierendenparlament lediglich bestätigt. Die auch dem SDS bekannte und immer wieder dem StuPa erklärte Idee dahinter ist, dass etwa Männer nicht über die Zusammensetzung des Frauenreferats bestimmen, bzw. Deutsche nicht das AusländerInnen-Referat wählen. Auch sollen die Referent_innen nicht potentiellen homophoben, sexistischen oder rassistischen Äußerungen ausgesetzt werden, von denen das StuPa keineswegs frei ist.

Der SDS akzeptierte diese von der sonstigen Opposition weitgehend mitgetragene Regelung nicht und stimmte gegen die von der autonomen Vollversammlung der AusländerInnen gewählten Referent_innen.

Befreiung statt Governance

Mittwoch, 29.4.  18 Uhr , Ihnestr. 21 Hörsaal A ,  U-Thielplatz , Otto- Suhr Institut

Am SFB 700 der FU Berlin wird Politik auf Governance reduziert, Wissenschaft zur Produktion von Kontrollwissen, Rassismus und Alternativen wieder mal ausgeblendet….

        …Befreiung statt Governance…<

Einfach so mal über die Welt forschen und aus alter weisser Weisheit heraus über die „Defizite“ der Anderen sprechen? Rassismus strukturiert unsere Welt und unsere Sozialwissenschaften. Anti-Rassistisch? Wer ist das nicht? Oder haben wir vielleicht Privilegien zu verlieren? Statt der mangelnden Regierbarkeit der Kolonialisierten sprechen wir mal vom Kolonialismus in und durch uns.

    Kill the Kolonialist in Dir! >

  Vortrag aus einer Schwarzen Perspektive von
          ARETHA SCHWARZBACH-APITHY
Erziehungswissenschaftlerin und Dozentin an der HU Berlin

Rassismus ist weisse Vorherrschaft weltweit. Wie sieht die Perspektive einer antikolonialen Gegenwart aus und wie können Weisse dazu beitragen? Die Zerstörung der Lebensbedingungen weltweit durch weisse Menschen mit blauen Augen und blonden Haaren, oder: Wie durch Erziehung Unterdrückung und Ausgrenzung ein- und fortgeschrieben wird und wir am Ende den Drang haben, Andere zu instrumentalisieren…

und bald mehr *** what the F*ck is „eigentlich“ Governance?***frauenbefreiung und
kurdische Bewegung***/neo/kolonialismus und /afrika/***deutschlands neues
altes handeln in der welt***failed states oder sozialer konflikt***

mach mit, machs besser:    befreiungstattgovernance(at)riseup.net

FSI OSI: Wie weiter am OSI?

Das OSI wandelt sich derzeit fundamental. Die Geschwindigkeit und das Ausmaß dieses Wandels wird erst allmählich deutlich; wann er aufhören und wie das Institut danach aussehen wird, ist noch nicht abzusehen. Dieser Artikel soll beschreiben, welche Dinge sich verändern, welche Folgen das hat und wie mensch eventuell dagegen vorgehen kann.

Es geht wieder los – einen schönen Start ins neue Semester wünscht euch die FSI OSI. Das heißt auch, dass wir uns wieder regelmäßig treffen – Termine gibt’s per Mail. Für alle Interessierten gibt es auch ein offenes Treffen: am 28.4., um 14 Uhr im Roten Café.

KfL stoppt Zulassungszahlen

Die Kommission für Lehre und Studium der FU (KfL) hat am vergangenen Dienstag eine geplante Empfehlung für die Festsetzung von Zulassungszahlen von der Tagesordnung genommen.

Zu Beginn der Sitzung am Dienstag, dem 14.04.09, war unüblicher Weise FU-Kanzler Peter Lange anwesend gewesen. Er hatte mitgeteilt, daß das FU-Präsidium, dem er angehört, sich aus Gründen der Haushaltslage entschlossen habe, KfL und Akademischem Senat die Empfehlung auszusprechen, daß zur Zeit noch keine Zulassungszahlen für die FU beschlossen werden sollten. Die bereits auf der Tagesordnung der KfL-Sitzung gewesenen Zulassungszahlen für Master-Studiengänge mit vorgezogenen Bewerbungsfristen (15.04.09 – 31.05.09) sollten daher nicht behandelt werden.

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Vollversammlung – Donnerstag 23.4.09, 14:00 Uhr, Hörsaal 1A

Inhaltlich wird es vor Allem um die dramatischen Kürzungen im Bereich der Bildungspolitik gehen und die damit verbundenen Umstrukturierungen der Universitätslandschaft. Die Umstrukturierungspläne der Universitätsleitung und der einzelnen Fachbereiche müssen diskutiert werden und eventuelle Alternativen aufgezeigt werden. Verpassen wir jetzt die Chance an Entscheidungen mitzuwirken, die für die Studierenden tragbar sind müssen wir später mit bolognanischen Folgen kämpfen. Das heißt z.B. sich gemeinsam vor dem Senat für einen höheren Hochschuletat stark machen. Wahllose kosmetische Umstrukturierungen nicht einfach hinnehmen. Differenziertheit der Fachbereiche erhalten. Kein Fachbereich muss gehen!

Homepage: http://www.bildungsstreik-berlin.de

Berliner Universitäten im Systemkonflikt – Mythen und mediale Darstellungen

Interessantes Projekttutorium zur Geschichte der Berliner Universitäten im SoSe 2009: Erstes Treffen am Mi 22.04. um 16:00 Uhr (HU Campus Mitte).

Die Geschichtsschreibung großer Institutionen ist häufig geprägt von positiven und geradlinigen Darstellungen – keine Nachfragen, keine Streitpunkte, keine Krisen. Sie soll die gegenwärtige Situation rechtfertigen und nicht etwa kritisch hinterfragen.
So ist es auch mit der Geschichte von Universitäten und deren Rolle im gesamtgesellschaftlichen Kontext. Von der Gründung der Freien Universität 1948 an ist die Geschichte der beiden großen berliner Universitäten, der FU und HU, stets aufs engste verknüpft und spiegelt den Zeitgeist des jeweiligen historischen Kontexts.

Neben Fragen nach den Gründungsmythen der beiden Universitäten und ihrer Aktualisierung, nach Bildern vom Anderen und der politischer Instrumentalisierung von Geschichte, soll im ersten Teil des Projekttutoriums auch die Frage nach Objektivität und adäquater (massenmedialer) Repräsentation von Geschichte aufgeworfen werden.

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Rasenmäherprinzip und Zulassungsstop?

FU-Präsident Dieter Lenzen spielt auf Stärke. Zugleich setzte er in einer „Dringlichkeitssitzung“ darauf, mit „konzertierten Maßnahmen“ in der Berliner Öffentlichkeit einschneidende Szenarien im Falle ausbleibender Mittel an die Wand zu malen. Der Berliner Senat solle dafür in politische Haft genommen werden.

Ungeahnt mutige Aussagen wie „Wir sind stark!“ hört man seit Neuestem von FU-Präsident Dieter Lenzen. Auch in der von ihm einberufenen „dringenden“ Informationsrunde am vergangenen Montag fielen erneut derlei Sätze. Gegenstand der Runde war, wie in der Einladung formuliert und inzwischen auch hier berichtet, die Information „… über den Stand bei den Hochschulvertragsverhandlungen und den sich daraus möglicherweise ergebenden Konsequenzen für die Universität und Ihre Verantwortungsbereiche.“ Was nun am Montag so dringlich war, ergibt sich darüber hinaus nicht nur aus dem Inhalt des etwa einstündigen Treffens und den so dargestellten Notfall-Szenarien einer „Querkürzung“ durch alle Fachbereiche oder eines Zulassungsstops. Sondern auch daraus, wer im Wesentlichen anwesend war. Dies war neben Lenzen, der 1. FU-Vizepräsidentin Ursula Lehmkuhl und FU-Kanzler Peter Lange scheinbar und wenig überraschend vor Allem die Leitungsebene der FU: Dekanatsmitglieder und Verwaltungsleiter/innen der Fachbereiche.

Seltsame Einladungspraxis

Aus den Fachbereichen anwesend waren der neue WiWiss-Dekan Michael Kleinaltenkamp, der PolSoz-Verwaltungsleiter Detlef Brose, Bio-, Chemie- und Pharmazie-Verwaltungsleiterin Anja Flender, Jura-Studiendekan Andreas Fijal, der PhilGeist-Verwaltungsleiter Matthias Dannenberg und einige weitere Personen. Darunter Nicole Eschner als Stellvertreterin der Zentralen Frauenbeauftragten der FU (erklärbar aus dem nach BerlHG nahezu umfassenden Informations- und Beteiligungsrecht der Frauenbeauftragten) und der Stellvertretende Geschäfte führende Direktor des Geschichtswissenschaftlichen Instituts der FU Paul Nolte. Die wenigsten von ihnen jedoch schienen Mitglieder des aktiven FU-Kuratoriums zu sein. Von Andreas Fijal und Paul Nolte abgesehen, die zugleich alte und neue Mitglieder des Akademischen Senats der FU (AS) sind, handelte es sich wesentlich nicht um AS-Mitglieder, die eingeladen (die alte und neue studentische AS-Vertreterin Sarah Walz bspw. hatte keine Einladung erhalten) oder anwesend waren.

Informelle Runde der „Entscheidungsträger“

Es war eine informelle Runde, in der nicht bekundet wurde, als welches „Gremium“ man sich hier treffe. Obwohl zusätzlich der Verteiler der Mitglieder des FU-Kuratoriums hinzu gezogen worden war, war es nicht als Kuratoriumssitzung deklariert. Es gab keine Tagesordnung, keine Geschäftsordnung und es war nicht deklariert als eine der üblichen, nicht-öffentlichen Dekane-, Studiendekane- oder Verwaltungsleiterkonferenzen mit Mitgliedern des FU-Präsidiums.

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Sommer 2009 AVV – ist fertig!

Das neue Alternative-Veranstaltungs-Verzeichnis (AVV) kann nun runtergeladen werden.
http://wiki.bildung-schadet-nicht.de/images/2/2e/AVV_sommer2009.pdf
Die Wiki-Version ist in Arbeit: AVV/Sommer 09

Dankes-Huldigungen bitte wie immer an avvbATgmx.net
avv2009sose

Aus dem Editorial:

Schön, dass dieses Heft in deine Hände gefunden hat!
Egal ob du studierst oder nicht, hier, im Alternativen VeranstaltungVerzeichnis (AVV), findest du viele verschiedene Veranstaltungen, Gruppen, Projekte und selbstorganisierte Projekträume, die für jede_n offen stehen.
Dieses kleine Heft möchte unabhängige oder alternative Veranstaltungen verschiedener Fächer und Hochschulen mit außeruniversitären und selbstverwalteten Projekten, Seminaren u.ä. verbinden und hofft so auch möglichst verschiedene Menschen in ganz Berlin und Potsdam zu erreichen.