Wissenschaft&Kritik: Diskurspiraterie – Adaption vor rechts

Morgen, Donnerstag, 18 Uhr, in der Garystraße 55, Hörsaal 55-A: findet die Veranstaltung der FSI-PuK im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wissenschaft und Kritik“ der Fachschaftsinitiativen der FU statt.

In den letzten Jahren ist ein verstärktes Bemühen auf Seiten der
extremen Rechten zu beobachten, Themen, politische Strategien,
Aktionsformen und ästhetische Ausdrucksmittel linker Bewegungen zu
adaptieren und für ihren Kampf um die kulturelle Hegemonie zu nutzen.
Dabei handelt es sich keineswegs mehr nur um ein Steckenpferd der
intellektuellen „Neuen Rechten“, vielmehr wird dies auch von NPD und
militanten Neonazis praktiziert.
Im Resultat hat sich die extreme Rechte eine Bandbreite kultureller und
ästhetischer Ausdrucksformen angeeignet, indem sie sich am verhassten
‚Vorbild’ der Linken abgearbeitet hat. Man könnte auch sagen: Um
überzeugender zu wirken, hat sie kulturelle Praktiken und Politikformen
der Linken ‚entwendet’ – allerdings nicht, ohne sie mit den eigenen
Traditionen zu vermitteln.
Solche Phänomene sind keineswegs neu. Auch der Nationalsozialismus
bediente sich der Codes und Ästhetiken politischer Gegner und suchte
Deutungskämpfe gerade verstärkt in die Themenfelder zu tragen, die als
traditionell links besetzt galten. Auch in den 1970er Jahren waren
solche Strategien vorhanden. Es stellt sich die Frage, warum und in
welcher Form diese Diskurspiraterien heute wieder verstärkt auftreten.

Referentin: Regina Wamper – Mitarbeiterin am Duisburger Institut für
Sprach- und Sozialforschung [DISS]

Freundlich präsentiert von der *FSI PuK *

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