Austellung: „Russenlager“ und Zwangsarbeit – Bilder und Erinnerungen sowjetischer Kriegsgefangener – vom 25.10. bis 6.12. an der FU zu Gast

BildMit großer Freude präsentiert die FSI Geschichte in Zusammenarbeit mit KONTAKTE-KOHTAKbI e.V. und AStA FU die Austellung: „Russenlager“ und Zwangsarbeit – Bilder und Erinnerungen sowjetischer Kriegsgefangener.

Diese bietet wichtige Einblicke in eine Opfergruppe des NS, welche bis heute von der Bundesregierung nicht anerkannt wird. Bei der Eröffnung wird es außerdem ein Zeitzeugengespräch geben, dass wir allen besonders empfehlen möchten. Boris Popow ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener aus Minsk wird extra nach Berlin kommen, um von seinen Erlebnissen zu berichten. Das Gespräch findet am 26. Oktober 2012 16 Uhr in der Silberlaube Silberlaube, Raum K 24/21 statt.

Zum Hintergrund der Ausstellung:

Der deutsche Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion war ein beispielloses Verbrechen gegen die Menschlichkeit. 27 Millionen fielen dem Terror des Nationalsozialismus zum Opfer, fast zwei Drittel waren Zivilpersonen. Es war ein Weltanschauungskrieg gegen den Bolschewismus und ein rassistischer Krieg gegen »slawische Untermenschen«. Von den 5,7 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen haben fast 60 Prozent nicht überlebt. In so genannten »Russenlagern« wurde ihr Tod durch Mangelernährung und Seuchen billigend in Kauf genommen. »Nicht arbeitende Kriegsgefangene haben zu verhungern«, erklärte der Quartiereister des Heeres Eduard Wagner im November 1941 den Generälen der Ostfront. Nach der Befreiung wurden sie in »Filtrationslagern« überprüft. Unter Stalin standen sie unter dem Generalverdacht des Vaterlandsverrats. Erst 1995 wurden sie vollständig rehabilitiert. Wer 60 Jahre später Anträge auf die deutsche »Zwangsarbeiterentschädigung« stellte, wurde abgewiesen. Bis heute verweigert der Deutsche Bundestag den ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen die Anerkennung als NS-Opfer.

Auch die Geschichte der FU ist, auch wenn das von offizieller Seite gern verschwiegen wird, enorm mit dem NS verbunden. So wurden in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft durch die Nazis Rassen- und Kriegswissenschaft betrieben. Dies geschah nicht erst seit 1933. Bereits durch den Namen des 1926 gegründeten „Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik“, wird deutlich, dass hier schon in der Weimarer Republik eine rassistische Forschungstradition eingerichtet wurde. Denn „Eugenik“ meint nichts anderes als die Reinigung des „Volkskörpers“ von „kranken“ und unerwünschten „Elementen“, sprich Menschen. Einer der bekanntesten Mitarbeiter des Instituts war dann auch Joseph Mengele.

Zur Austellung:

KONTAKTE-KOHTAKTbI bat ehemalige sowjetische Kriegsgefangene um Mithilfe bei der Geschichtsaufklärung und konnte bisher über 3000 Briefe mit ihren Erinnerungen ins Deutsche übersetzen. Diese Zeitzeugenberichte bilden Grundlagen für die Ausstellung. Um den Besucher_innen P ersönlichkeiten nahe zu bringen, die von den Nazis als »rassisch minderwertige Todfeinde« gequält worden waren, stellen wir ihre Porträts in den Mittelpunkt, die der Fotograf Lars Nickel in Russland und Armenien schuf.

Termine:

25.Oktober 2012 | 18 Uhr Silberlaube, Hörsaal 1a

Eröffnung

26. Oktober 2012 | 16 Uhr Silberlaube, Raum K 24/21 –

Gespräch mit Boris Popow ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener aus Minsk

Die Repatriierung der sowjetischen Kriegsgefangenen – Vortrag von Dimitri Stratievski, M.A.

8. November 2012 Silberlaube

10–16 Uhr Raum J24/14 , ab 14 Uhr Raum K25/11

Workshops :

12 Uhr Raum J24/14 »Historisches Lernen zu Themen der NS-Verfolgung« -Univ.-Prof. Dr. Martin Lücke

14 Uhr Raum K25/11 »Zwangsarbeit und Justiz – Praxis der Entschädigung von NS- Zwangsarbeiter_innen in der BRD« Referent: Dr. Cornelius Pawlita; organisiert von: Kritische Jurist_innen

16 Uhr »Zwangsarbeit 1939–1945« – Vorstellung des Online-Archivs mit Dr. Doris Tausendfreund

18 Uhr »Widersprüche und Traditionsbrüche: Frauen in der Roten Armee«, Referentin: Natalia Panteleeva

15. November | 20 Uhr Friedrich-Meinecke-Institut, Raum A 127

Erinnerungen ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener- Lesung aus Briefen an KONTAKTE- KOHTAKTbI e.V.

22. November 2012 | 18 Uhr Silberlaube, Raum K 25/11

»Der Russeneinsatz war ein vollkommner Fehlschlag« – Sowjetische Kriegsgefangene in Deutschland 1941/42 , Dr. Rolf Keller, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

29. November 2012 | 20 Uhr Friedrich-Meinecke-Institut, Hs B

»Wie schwer sich daran zu erinnern« Gespräche mit sowjetischen Kriegsgefangenen

Film von KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V., Regie: Zoran Solomun

6. Dezember 2012 | 18 Uhr Silberlaube, Hörsaal 1a

Finissage

Weitere Infos auf gibt es bei KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V und beim AStA FU.

Den Flyer zur Ausstellung könnt ihr außerdem hier herunterladen.

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Wissenschaft und Kritik: „Plädoyer für eine neue Geschichtsschreibung der Arbeit“

Diesen Donnerstag, den 24.11.2011, 18.00 Uhr ist es soweit: Die Veranstaltung der FSI Geschichte in der Reihe „Wissenschaft und Kritik“ steht an. Diese trägt den Titel: Plädoyer für eine neue Geschichtsschreibung der Arbeit. Als Referent wird Marcel van der Linden sprechen, Forschungsdirektor des Internationalen Instituts für Sozialgeschichte und Professor für die Geschichte der sozialen Bewegungen in Amsterdam.

Zum Inhalt der Veranstaltung: Die ”Globalisierung” der Arbeitsgeschichte bedeutet nicht nur eine enorme geographische Erweiterung des Wissenschaftsgebietes. Die Entwicklungen in verschiedenen Teilen der Welt spielen sich ja nicht losgelöst von einander ab. Das hat auch mit den neuen weltweiten Proletarisierungstendenzen zu tun, mit neuen Formen von Arbeiter_innenprotest und Arbeiter_innenbewegungen; zugleich ist das Bewusstsein des weltweiten Zusammenhangs von Prozessen intensiver geworden, die Erkenntnis, dass die Welt ein Ganzes bildet, trotz aller Gegensätze. Diese ”Globalisierung” ruft nach einem neuen Typ von Geschichtsschreibung, der die Ergebnisse der ”alten”, vor allem nordatlantischen Arbeitergeschichte in sich aufnimmt und zugleich in einem neuen (globalen) Rahmen einordnet. Es handelt sich um ein ausserordentlich ambitiöses Projekt, das sich noch in einem frühen Stadium befindet. Der Vortrag wird auf einige Herausforderungen eingehen, die in den folgenden Jahren auf uns zukommen. Dazu gehört selbstverständlich auch die Wiederbelebung der Arbeitsgeschichte in Europa.

Veranstaltungsort: Koserstraße 20 (Friedrich-Meinecke Institut), HS A, 24.11. 18.00 Uhr
Für Getränke ist gesorgt, diese sind gegen eine kleine Spende erhältlich.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Wir freuen uns auf euch und auf eine interessante Veranstaltung
FSI Geschichte

Weitere Infos zur gesamten „Wissenschaft und Kritik“-Reihe findet ihr unter: www.wissenschaft-und-kritik.de.vu

„Ich bereue mein Leben nicht“ – eine deutsche Kommunistin in der französischen Résistance

Veranstaltungsplakat FSI GeschichteBuchvorstellung und Diskussion am Mittwoch, 4. Mai um 18h in KL 25/134 (Silberlaube, Habelschwerdter Allee 39-45). Organisiert von der Fachschaftsinitiative Geschichte.

Während in Deutschland die Sarrazindebatte tobte, löste in Frankreich der 93jährige Résistance-Veteran Stéphane Hessel mit seinem Ausatz „Empört Euch“ eine landesweite Diskussion über die Notwendigkeit von Widerstand aus. Hessels Aufruf richtete sich explizit an die junge Generation der Prekären. Er erinnert an eine soziale Vision der Résistance, die über den engeren Antifaschismus weit hinausging und bis heute uneingelöst ist.

Diese Vision bewog auch die deutsche Kommunistin Marie-Louise Plener, das sowjetische Exil zu verlassen und sich dem französischen Widerstand anzuschließen. Sie übernahm für die Résistance Aufklärungsarbeit und riskierte mehr als einmal ihr Leben im Kampf gegen Hitler. Nach Kriegsende ging sie zunächst nach Essen, wurde dort jedoch als Kommunistin aus dem öffentlichen Dienst entlassen. Daraufhin siedelte sie in die SBZ/DDR über, um sich dort mit viel Idealismus am Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft zu beteiligen. Auch hier wurde sie jedoch enttäuscht: wie zahlreiche andere „Westemigranten“ wurde Marie-Louise Plener diskriminiert und im Beruf degradiert. Gerade wegen ihrer Resistánce-Tätigkeit galt die engagierte Antifaschistin dem Parteiapparat der SED als unzuverlässig.

Ulla Plener, Tochter von Marie-Louise, hat im letzten Jahr unter dem Titel „Ich bereue mein Leben nicht. Marie-Luise Plener-Huber: Die Lebensgeschichte einer Idealistin“ eine umfangreiche Biographie ihrer Mutter veröffentlicht. In einer Doppelrolle als Zeitzeugin und Historikerin stellt sie dieses Werk nun an der Freien Universität Berlin zur Diskussion. Sie berichtet über das Leben einer Kommunistin zwischen Antifaschismus und stalinistischer Repression, über Exil und Widerstand, über die Aufbauphase der DDR, das Engagement als Frau in einer männerdominierten Bewegung und die Widersprüche des „real existierenden Sozialismus“.

http://fsigeschichte.blogsport.de

FSI Geschichte mit neuer Histo-Kino-Filmreihe im SoSe

Die Fachschaftsinitiative Geschichte organisiert jedes Semester eine Filmreihe im Rahmen des sogenannten Histo-Kinos. Alle zwei Wochen werden in der Kneipe Bandito Rosso in gemütlicher Atmosphäre Filme einer thematischen Reihe gezeigt, die oft politisch, oft historisch interessant und spannend sind. Die Kinoabende werden meist mit kurzen Inputs und Diskussion untermalt. Im Sommersemester 2011 widmet sich das Histo-Kino der „RAF in Film und Fernsehen“. Näheres auf dem Blog der FSI Geschichte.
Los geht’s diesen Donnerstag, 14. April um 21h im Bandito Rosso, Lottumstraße 10a.

Histo-Café bleibt!

Seit über 10 Jahren existiert das Histo-Café im Friedrich-Meinecke-Institut. Jetzt droht die Verwaltungsleitung Geschichts- und Kulturwissenschaften mit der teilweisen Räumung.

Das Histo-Café ist ein im Streik des Wintersemesters 1988/89 erkämpfter studentischer Freiraum. Ursprünglich in der Silberlaube, wurde es mit dem Umzug des Instituts für Geschichte in die Räume A111 und A112 der Koserstr. 20 verlegt und existiert dort bereits mehr als 10 Jahre.
Es sind die einzigen studentisch selbstverwalteten Räumlichkeiten am Institut und angesichts der zahlreichen Geschichts-Studierenden unterhalb des minimal zustehenden anzurechnen. Das Histo-Café bietet einen Gegenpol zum üblichen anonymen Massenbetrieb an der FU und macht das sonst so sterile Friedrich-Meinecke-Institut zu einem sozialen Ort, jenseits der ansässigen Verwaltungsbüros und der in weiß gehaltenen Lernfabrikatmosphäre. Neben der Verzauberung des Instituts zu einem Fleck mit menschlichem Gesicht und fair gehandeltem Café gegen Spende, ist das Histo-Café auch ein explizit politischer Ort. Studentische Selbstverwaltung und Raum zur Entfaltung sind an einem hierarchisch durchorganisierten und leistungsorientierten Ausbildungsbetrieb, wie sie die FU mittlerweile darstellt, keine Selbstverständlichkeit. So ist das Histo-Café ein Ort an dem politische und studentische Projekte und Gruppen, wie bspw. der FSI Geschichte, aktiv sind. Das Histo-Café soll eine offener Freiraum sein, frei und offen für alle, aber auch frei von Diskriminierung, Herrschaftsmechanismen und kapitalistisch-verwertender Logik.

Bereits vor mehreren Wochen kündigte der Verwaltungsleiter Michael Vallo an, dass neue Räumlichkeiten für Drittmittelstellen benötigt werden. Und da die Studierenden, so Vallo wörtlich, „am Ende der Nahrungskette“ angesiedelt sind, sollen Teile der studentischen Freiräume, konkreter der Raum A111, dafür weichen. Dass für die Studierenden somit nur noch knapp 10qm zur eigenen Entfaltung bleiben, ist für die Verwaltung nicht von Belang. Schließlich gibt es Sachzwänge und diese werden gemäß der bestehenden Rangordnung, in der Studierende bekanntlich ganz unten stehen, gelöst. Dass es sich hierbei um keinen Einzelfall handelt liegt auf der Hand: der Hörsaal 1a wurde letzten Sonntag unter massiver Gewaltanwendung geräumt. Dort, wie im Falle des Histo-Cafés wurden dieVerhandlungsangebote und Lösungsvorschläge desinteressiert abgetan, anscheinend glaubt die Verwaltung an eine widerstandslose Aufgabe der Räume, getreu der Logik: Wer in der Hackordnung ganz unten steht, hat auch die geringsten Mittel zur Gegenwehr.

Allerdings lassen wir uns nicht so einfach aus den Räumen verdrängen. Die Uni ist schließlich ein Ort an dem Studierende mitwirken sollen und nicht nur als Gäste in den Hörsälen geduldet sind. Daher rufen wir dazu auf: kommt am Montag, den 22.2. an das Friedrich-Meinecke-Institut (Koserstr. 20, zwischen U Podbielskiallee/ U Dahlem Dorf) und unterstützt den Erhalt des Histo-Cafés und verbreitet die Information über die drohende Räumung. Seid kreativ, laut, wütend, engagiert denn: in Zeiten der Rationalisierung breiter Lebensbereiche wird es immer schwerer Orte zu erhalten, die sich dieser Logik entgegenstellen. Helft mit das Histo-Café in seiner jetzigen Form zu erhalten – alle Formen der Unterstützung und Solidarisierung sind erwünscht.

Histo-Café o muerte! Histo-Café bleibt (Risikokapital)!

siehe auch: Blog der Fachschaftsini Geschichte

Fako-Filmfest! 04.- 07.01.

HÖRSAAL KINO-WOCHE DER FACHSCHAFTSINITIATIVEN

Das neue Jahr geht gut los: mit der Hörsaal-Kino-Woche der Fachschaftsinis! Vom 04.-07.01.10. um jeweils 18 Uhr zeigen die FSIn OSI, Geschichte, Lehramt, Ewi, Psychologie, Germanistik und Anglistik zeitlose Klassiker, politisch-kritische Werke und unentdeckte Filmperlen. Das alles in etwas anderem Ambiente, nämlich in unserer Uni in unseren Hörsälen. Also kommt vorbei und freut euch auf spannende, kritische oder komische Filme, Knabbereien, Kalt- & Heißgetränke, interessante Diskussionen und nette Menschen.
EINTRITT ist natürlich FREI!

Das ganze Programm gibts hier:
fakokino

Berliner Universitäten im Systemkonflikt – Mythen und mediale Darstellungen

Interessantes Projekttutorium zur Geschichte der Berliner Universitäten im SoSe 2009: Erstes Treffen am Mi 22.04. um 16:00 Uhr (HU Campus Mitte).

Die Geschichtsschreibung großer Institutionen ist häufig geprägt von positiven und geradlinigen Darstellungen – keine Nachfragen, keine Streitpunkte, keine Krisen. Sie soll die gegenwärtige Situation rechtfertigen und nicht etwa kritisch hinterfragen.
So ist es auch mit der Geschichte von Universitäten und deren Rolle im gesamtgesellschaftlichen Kontext. Von der Gründung der Freien Universität 1948 an ist die Geschichte der beiden großen berliner Universitäten, der FU und HU, stets aufs engste verknüpft und spiegelt den Zeitgeist des jeweiligen historischen Kontexts.

Neben Fragen nach den Gründungsmythen der beiden Universitäten und ihrer Aktualisierung, nach Bildern vom Anderen und der politischer Instrumentalisierung von Geschichte, soll im ersten Teil des Projekttutoriums auch die Frage nach Objektivität und adäquater (massenmedialer) Repräsentation von Geschichte aufgeworfen werden.

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Vorträge zu Kolumbien und Venezuela am FMI nächsten Montag

Vortragsreihe der FSI Geschichte am Friedrich-Meinecke-Institut.

Die beiden Vorträge müssen leider ausfallen, da die Referent_innen an der Einreise nach Deutschland gehindert wurden.

Die FSI Geschichte möchte den geschilderten Sachverhalt zum Anlasse nehmen, in einer Informations- und Diskussionsveranstaltung den vorliegenden Fall etwas detailierter darzustellen und davon ausgehend die Frage nach Notwendigkeit und Bedeutung nationaler Grenzen im Allgemeinen zu stellen.

Details zur Alternativ-Veranstaltung bei der FSI Geschichte.

Nächsten Montag haben wir für euch zwei Vorträge am Institut organisiert. Kommt vorbei und bringt Freunde und Freundinnen mit! Beide Vorträge finden auf spanisch und deutsch statt. Wir freuen uns auf euch!

Kolumbien
Mo, 02.02., 12 Uhr, FMI Hs B
“State and Conflict in Colombia“
by Maribel Avellaneda Nieves

A contribution to the reflection on the phenomenon of violence in Colombia. Is Colombian democracy a paradigm of civic-mindedness in Latin America?

Looking back on certain periods of Colombian history allows us to understand the particularities of the phenomenon of violence and to reflect upon various actors within it as well as manifestations, explanations, scenarios and temporalities of violence in general and in Colombia in particular.

Venezuela
Mo, 02.02., 14 Uhr, FMI Hs B

“Different Visions of the Construction of the Venezuelan Nation“- Free, Autonomous, Independent or Sovereign
by Francisco Mangano-Molero

From its beginning until now, the formation process of the Venezuelan nation, especially with respect to the geopolitical changes of government in Southern America, has generated diverse levels of identity and political organisation.

The lecture gives an overview of the political conflict experienced in Venezuelan society within the last years and links it to a speech given by Chavez. As Chavez’s speech has been understood as a condemnation of hegemonic power, an analysis of his argument helps to shed light on the above mentioned conflict.

Aktionstag gegen Uni-Umbau am 31.1. // Vortreffen dazu am 10.1.2008

Bachelorchaos, Exzellenzhype, Vernachlässigung der Lehre: Schein und Sein klaffen an der FU Berlin besonders weit auseinander, dennoch wurden bisher studentische Vorschläge zur Studienreform von den Verantwortlichen ignoriert. Bereits seit einigen Wochen wird deshalb an der FU diskutiert, wie wir uns mehr Gehör verschaffen können. Am 10. 1. ist ein neues Treffen dazu, hier für euch um lesen und weiterverbreiten der Einladungstext:

Bereits drei Mal haben sich in den Wochen vor Weihnachten Studierende getroffen, um Perspektiven des Protests gegen den leistungs- und verwertungsorientierten Umbau von Uni, Stadt und Gesellschaft zu entwickeln.

Wie soll dieser Protest nun aussehen?

Zunächst einmal wird am 31. Januar 2008 ein uniweiter Aktionstag mit vorausgehender Mobilisierung stattfinden! Zur Organisation haben sich bereits drei Arbeitsgruppen gebildet, die sich um die Inhalte, Mobilisierung und Logistik des Aktionstages kümmern. Die Arbeitsgruppen haben sich in den vergangenen Wochen Gedanken darüber gemacht, was am 31.1. geschehen soll, und werden ihre Ergebnisse beim nächsten Treffen zur Diskussion vorstellen.

Das Treffen ist für alle Interessierten offen – der Aktionstag lebt von der Unterstützung und dem Engagement möglichst vieler Studierender! Deshalb laden wir euch ein, mit zu diskutieren, euch einzubringen, mit zu planen:

– Wie wird die Mobilisierung aussehen?
– Welche Inhalte wollen wir vertreten?
– Wie läuft die Organisation?
– Wie geht es nach dem Aktionstag weiter?

Denn weitergehen wird es, auch für das Sommersemester 2008 sind bereits viele Dinge in Planung…
Deshalb: kommt zum Aktionstreffen, bringt Freunde und Freundinnen mit, sagt euren KommilitonInnen bescheid…

Donnerstag, 10.01.,
18:00 Uhr,
Raum KL 25 / 134 in der Silberlaube

Wir setzen die Dinge in Bewegung!

Infos auch unter http://fu-aktionstag.carookee.de !!

Die Freiheit, die ich meine? Diskussion zur FU-Gedenkpolitik

Veranstaltung der FSI Geschichte und dem AStA FU am Di, 06.11. | 18.00 Uhr im Henry-Ford-Bau, Hörsaal D (Garystraße 35)

Am 6.9.07 wurde hinter dem Henry-Ford Bau ein Freiheitsdenkmal enthüllt. Doch Freiheit für wen? FU-Präsident Lenzen widmete es zehn Anfang der 50er Jahre in der Sowjetunion ermordeten FU-Studierenden. Deren Namen tauchen jedoch am Denkmal nicht auf – wohl aber der Name des Sponsors: Bankhaus Oppenheimer.

Zudem gibt es die Vermutung, einige der zehn Studierenden wären Mitglierder der rechten „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ gewesen, der in der DDR Sabotageakte bis hin zu Sprengstoffattentaten zur Last gelegt wurden. Wem gilt nun das Denkmal? Freiheitskämpfern? Terroristen? Dem Bankhaus Oppenheimer? Wir fragen nach!

Hintergrundartikel der FSI Geschichte: Geschichte als Verdrängung – wie der Markt das Erinnern verändert

Es diskutieren:

Prof. Wolfgang Wippermann (Historiker und Autor)

Ralf Hoffrogge (FSI Geschichte, AStA FU)

FU-Präsident Prof. Dieter Lenzen (angefragt)

Moderation: Kerstin Bischl (reflect!, FSI Geschichte)