Mehr Raum für alle: Einweihungsparty Café Tricky

Die Fachschaftsinitiative PuK feiert am Donnerstag, den 28. April von 16 bis 22 Uhr die (Wieder-)Eröffnung des neuen Café Tricky.
Bei gutem Wetter wird in der Garystraße 55 der Grill angeschmissen und für Musik, gute Stimmung und auch ausreichend Getränke ist auf jeden Fall gesorgt.

Als Eintritt dürft ihr gerne die in eurer WG aussortierten Tassen/Teller/CD’s etc. spenden.

Wissenschaft&Kritik: Diskurspiraterie – Adaption vor rechts

Morgen, Donnerstag, 18 Uhr, in der Garystraße 55, Hörsaal 55-A: findet die Veranstaltung der FSI-PuK im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wissenschaft und Kritik“ der Fachschaftsinitiativen der FU statt.

In den letzten Jahren ist ein verstärktes Bemühen auf Seiten der
extremen Rechten zu beobachten, Themen, politische Strategien,
Aktionsformen und ästhetische Ausdrucksmittel linker Bewegungen zu
adaptieren und für ihren Kampf um die kulturelle Hegemonie zu nutzen.
Dabei handelt es sich keineswegs mehr nur um ein Steckenpferd der
intellektuellen „Neuen Rechten“, vielmehr wird dies auch von NPD und
militanten Neonazis praktiziert.
Im Resultat hat sich die extreme Rechte eine Bandbreite kultureller und
ästhetischer Ausdrucksformen angeeignet, indem sie sich am verhassten
‚Vorbild’ der Linken abgearbeitet hat. Man könnte auch sagen: Um
überzeugender zu wirken, hat sie kulturelle Praktiken und Politikformen
der Linken ‚entwendet’ – allerdings nicht, ohne sie mit den eigenen
Traditionen zu vermitteln.
Solche Phänomene sind keineswegs neu. Auch der Nationalsozialismus
bediente sich der Codes und Ästhetiken politischer Gegner und suchte
Deutungskämpfe gerade verstärkt in die Themenfelder zu tragen, die als
traditionell links besetzt galten. Auch in den 1970er Jahren waren
solche Strategien vorhanden. Es stellt sich die Frage, warum und in
welcher Form diese Diskurspiraterien heute wieder verstärkt auftreten.

Referentin: Regina Wamper – Mitarbeiterin am Duisburger Institut für
Sprach- und Sozialforschung [DISS]

Freundlich präsentiert von der *FSI PuK *

Kein FACHSCHAFTSRAT nirgends! – Repräsentation vs. Basisdemokratie

Die Fachschaftsinitiativen des Fachbereiches Politik und
Sozialwissenschaften der FU Berlin lehnen die
Konstituierung von Fachschaftsräten ab.
Bei den Wahlen der Gremien der studentischen Selbstverwaltung wird alljährlich
neben dem Studierendenparlament (StuPa) auch ein Fachschaftsrat (FSR) für
jeden Fachbereichs (FB) neu gewählt. Der FSR soll „die besonderen Interesse
der Mitglieder der Fachschaften“ wahrnehmen und die Studierenden „in Fragen
des Studiums, der Lehre und der Prüfung“ beraten. Daneben „obliegt ihm die
besondere Betreuung der Erstsemester“1. Damit sollen (z.B.) im Falle des FB
Politik- und Sozialwissenschaften den sieben(!) gewählten Vertreter_innen alle
Aufgaben übertragen werden, die bisher die einzelnen Basisgruppen wahrnehmen.
Die Fachschaftsinitiativen betrachten den Fachschaftsrat daher als unnötige Bürokratie
und als ihrem Verständnis von Basisdemokratie entgegenstehend. Dieses
gemeinsame Positionspapier der FSIs OSI, Ethnologie und PuK soll grundlegenden
Erwägungen der Ablehnung erläutern.
Basisdemokratie vs. parlamentarische Repräsentation
Der Fachschaftsrat ist ein Gremium, das nach dem Prinzip der parlamentarischen
Repräsentation funktioniert. Die gewählten Mitglieder des FSR sollen die
Interessen der gesamten Studierendenschaft am Fachbereich vertreten. Sie
verfügen über ein freies Mandat, so dass die Studierenden faktisch keinen Einfluss
auf die Entscheidungen des Fachschaftsrats nehmen können. Ferner existieren
keine Kontrollmechanismen: Die Rechenschaftspflicht des FSR gegenüber
den Studierenden erschöpft sich in bloßer Rhetorik.
Die Fachschaftsinitiativen (FSI) favorisieren ein davon abweichendes Demokratiekonzept:
Wir sind der Auffassung, dass Studierende ihre Interessen am besten
selbst vertreten können und sollen. Da dies nur in den seltensten Fällen individuell
realisierbar ist, organisieren sich Studierende am besten in basisdemokratischen
Initiativen. Als solche verstehen sich die Fachschaftinitiativen.
Im Bereich der studentischen Selbstverwaltung erscheint uns das Konzept der
Repräsentation gänzlich ungeeignet, da mit dem FSR ein Gremium ohne jegliche
Entscheidungsbefugnisse implementiert wurde. Wenn sich „Interessenvertretung“
im Formulieren von Empfehlungsschreiben an Organe wie die Instituts-
und Fachbereichsräte (IR & FBR) und Petitionen erschöpft, verkommt das
ohnehin problematische Konzept der parlamentarischen Repräsentation vollends
zur Farce.
Wir vertreten die Auffassung, dass sich Veränderungen nicht durch die Vorlagen
eines Marionettengremiums realisieren lassen, sondern nur durch das Engagement
möglichst vieler Studierender an den Instituten zu erreichen sind.
„Demokratie spielen“ – Die Illusion der studentischen
Mitbestimmung
Der FSR erweckt den Eindruck der studentischen Mitbestimmung auf Fachbereichsebene.
Nachdem schon in der akademischen Selbstverwaltung, im Instituts-
und Fachbereichsrat, die studentischen Mitbestimmungsmöglichkeiten
durch die professorale Mehrheit marginal sind, wurde ein weiteres Gremium geschaffen,
dass der autokratischen Realität an der Uni das Deckmäntelchen demokratischer
Partizipation umhängen soll. Aufgrund seiner satzungsgemäßen
Befugnisse ist es dem FSR unmöglich, Einfluss auf Entscheidungen am
Fachbereich zu nehmen. Im FSR dürfen ausgewählte (Parteien)Vertreter_innen
Demokratie spielen und ihrem Lebenslauf nebenbei ein weiteres Amt hinzufügen.
Unter Missachtung der Interessen der Studierenden des Fachbereichs
wird hier ein demokratietheoretisches Planspiel durchexerziert, ohne konkrete
Veränderungen durchsetzen zu können. Darüber hinaus wird selbstorganisierten
Studierenden die Legitimation entzogen, eigenverantwortlich aktiv
zu werden. Der FSR ist ein Schlag ins Gesicht aller demokratisch empfindenden
Studentinnen und Studenten.
Disziplinieren durch Institutionalisierung
Die Struktur der Fachschaftsrats wurde auf besonderen Wunsch des Präsidiums
Ende der 1990er Jahre eingeführt, mit dem Ziel durch „serviceorientierte“
Fachschaftsräte die studentische Selbstverwaltung zu schwächen und die Studierendenschaft
zu entpolitisieren. Studentische Aktivitäten sollen in einen verwaltungsrechtlichen
Rahmen gepresst werden, welcher die Möglichkeiten für
Bewegung und Widerstand massiv einschränkt. Der FSR ist also eine von
oben oktroyierte Organisationsform, um die Studierendenschaft zu disziplinieren.
Oder, um es mit Foucault zu sagen:
„Ein schwachsinniger Despot kann Sklaven mit eisernen Ketten zwingen;
ein wahrer Politiker jedoch bindet sie viel fester durch die Kette ihrer eigenen
Ideen […]. Diese Band ist umso stärker, als wir seine Zusammensetzung
nicht kennen und es für unser eigenes Werk halten.“2
Wenn die studentische Selbstverwaltung mehr sein will als die „Kette der Disziplinarmacht“,
muss sie die Organisationsform frei wählen können.
Der Maulkorb als Megaphon?
Mit der Organisationsform des Fachschaftsrates ist eine weitere Schwierigkeit
verbunden: Der FSR verfügt über kein politisches Mandat. Das heißt, dass es
dem FSR (wie auch dem AStA) untersagt ist, sich zu allgemeinpolitischen
Themen zu äußern, bzw. dazu Stellung zu nehmen. So wurde beispielsweise
die Geschichtsfachschaft an der Universität Münster wegen Durchführung eines Interviews mit Emil Carlebach, Widerstandskämpfer und ehemaliger Häftling der
Konzentrationslager Buchenwald und Dachau, im Rahmen ihrer Reihe „Zeitzeug_
innengespräche“ belangt. Das Oberverwaltungsgericht Münster stellte
fest, die Auseinandersetzung mit zeitgeschichtlichen Ereignissen durch Organe
der Studierendenschaft stelle sich „angesichts ihres […] allgemein politischen Inhalts
nicht als zulässige Wahrnehmung der fachlichen Belange der Studierenden
[…] dar“. Das Gericht wusste auch Hinweise auf zulässige Aktivitäten zu geben:
“Interessen der Studierenden kann zum Beispiel in Anregungen zum
Lehrangebot der Hochschule oder Stellungnahmen zu Studien- oder
Prüfungsordnungen bestehen. Eine inhaltlich-wertende Auseinandersetzung
mit Gegenständen des Studienfaches, zu welcher der einzelne
Studierende im Rahmen seines Studiums natürlich berufen ist, ist jedoch
von der Aufgabenzuweisung […] nicht erfasst.“3
Deshalb erscheint uns die Anerkennung des Fachschaftsrats und die damit verbundene
Einschränkung des Rechts auf freie Meinungsäußerung durch die
Zensur der herrschenden Rechtssprechung als ein Schritt in die selbstverschuldete
Unmündigkeit. Nicht alle Fehlentwicklungen im Hochschulwesen habe ihre
Ursachen in ihm selbst. Externe Ursachen nicht benennen zu dürfen ist nichts
anderes als ein Knebel.
Anstatt die Interessen „der Studierenden“ wirkungsvoll artikulieren zu können,
unterwirft sich der FSR nicht nur als Organisationsform, sondern auch als
„Sprachrohr“ studentischer Interessen strukturellen Sachzwängen. Es würden
nicht länger die einzelnen Fachschafts-Inis und Ihre Positionen wahrgenommen,
sondern die gewählten Repräsentant_innen würden als Sprecher_innen angesehen
werden.
Die Apologeten des Fachschaftsrats verwechseln den Maulkorb mit dem Megaphon.
Niemand beißt die Hand, die einen füttert…
Aus diesen Gründen lehnen die Fachschaftsinitiativen des Fachbereiches Politik-
und Sozialwissenschaften den Fachschaftsrat ab. Das Gremium ist durch
seine konzeptionelle Ausrichtung nicht dazu geeignet, die Interessen der Studierenden
am Fachbereich in angemessener Weise zu vertreten.
Jenseits der Optimierung der eigenen Konkurrenzfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt
gibt es – auch für die Verfechter_innen der repräsentativen Demokratie – keine
rational nachvollziehbaren Gründe, eine scheindemokratische Institution wie
den FSR zu unterstützen.

Ein Positionspapier der Fachschafts-Inis PolSoz
FSI OSI, FSI Ethnologie und FSI PuK

Hier gibts das Heft: Kein Fachschaftsrat nirgends!

Weihnachtsfeierei

… wenn ihr es darauf anlegt, könnt ihr mit den Inis in der Woche vor den akademischen Ferien fast durchgängig feiern! Außerdem feiern noch die Langzeitstudis am 18.12.2008 das 20jährige Jubiläum des Unimut-Streiks (keine Weihnachtsfeierei). Nicht zu vergessen die Milliardenhilfe für das Rote Café am 12.12.2008.

FSI PuK Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Di 16.12.08, 14:00 Ort: Rotes Café

Es geht gegen 14 Uhr los, direkt nach den Einführungsvorlesungen. Gemeinsam Mittagessen (VoKü), dann Kaffee, Glühwein, Plätzchen konsumieren, gesellig sein, vielleicht ein bisschen Gesellschaftsspiele spielen oder Filme schauen. Gemütlich eben…

Ini Lehramt:
Di, 16.12.08 18:00 Weihnachtlicher Videoabend

Nun ist es amtlich: Am 16.12.08 findet in der allseits bekannten Pädagogischen Werkstatt ein weihnachtlicher Videoabend statt. Wenn ihr Lust habt, bei Gebäck und einem (mehr oder weniger) weihnachtlichen Film uns und eure Kommilitonen zu treffen, könnt ihr ab 18 uhr kommen. Anwesenheitspflicht besteht natürlich nicht

FSI Ethnologie
Di 16.12.08 19:00 studentische Weihnachtsfeier der FSI Ethnologie. Goldfish-Café im Ethno-Institut.

einmal ums Haus und ab in den Keller!! Es gibt jede Menge Glühwein (umsonst) und andere leckere Getränke (kleiner Aufpreis), außerdem ein Super-Büffet (zum Selbermitbringen) und Schrottwichteln (Bring your schrotty present!) Kommt alle vorbei und feiert mit uns, was ihr wollt!

FSI Mathe/Info
Do 18.12.08 18:00 im Untergeschoss des Informatikinstituts
Wir beginnen mit einem Glas Glühwein und Knabberei/Essen.
Gegen 19:30 gibt es dann wie letztes Jahr Powerpoint Karaoke. Ab ca. 22:00 wird dann zu geeigneter Musik das Tanzbein geschwungen!

Philosophie:
Do, 18.12.08 19:00 Philosophische Pheihnachtspheier
Habelschwerdter Allee 30 (Institut)

weihnachten

Donnerstag, 05.06.2008 PuK-Themenabend

Diesen Donnerstag findet um 18.00 Uhr wieder ein Puk-Themenabend im Raum 121 in der Garystr. 55 statt.

Diesmal soll es um die konservative subversive Aktionen an der HU gehen – also die Nutzung klassisch linker Proteststrategien von rechtskonservativer Seite – und darüber hinaus allgemeiner um das diesjährige Gedenken an den vermeintlichen Erinnerungsort „1968“.

Wenn ihr noch Lust habt, könnt ihr euch im Vorfeld unter http:**www.ungebeten.de über die Aktion an der HU informieren.

Eure PuK-Ini

Stellungnahme der studentischen TeilnehmerInnen der Master-Kommission und der FSI PuK zum „Masterplan“ am Institut für PuK

Alle Infos zum PuK-Master: am Freitag, dem 15.02.2008 um 14.30 Uhr (Büro der FSI PuK: Raum 106, Gary55), und zwar vor den Feierlichkeiten des Instituts (ab 16:00 Uhr)

fsi puk

Nach jahrelangem Hin und Her ist es jetzt endlich soweit: Das Rechtsamt der Freien Universität hat den Entwurf der Masterstudienordnung für die PuK genehmigt. Nun muss er nur noch im Instituts- und Fachbereichsrat abgenickt werden und dann ist der historische Tag gekommen: Wir sind Bologna (-integriert)!

Was so lange währt, sollte ja eigentlich auch gut sein. Vor allem wenn dieser Master für viele PuK-Studierende eine echte Option nach dem Erwerb des Bachelors ist. Doch leider war die lange Wartezeit nicht einer intensiven inhaltlichen und organisatorischen Auseinandersetzung geschuldet. Vielmehr wurde das aktuelle Masterkonzept in einem Zeitraum von gerade einmal vier Wochen zusammengezimmert und zwar auf Grund einer Weisung des Präsidialamtes, noch im Jahr 2008 ein PuK-Master installiert haben zu müssen. Dass das Ergebnis nun an allen Ecken und Enden quietscht, ist kaum verwunderlich. Ebenso, dass die künstliche Zeitverknappung wieder einmal als Argument herhält, Interessen der Studierenden den Interessen der Lehrenden unterzuordnen. Trotz intensiver Mitarbeit einiger BA-Studierender in der Master-Kommission ist gerade einmal gelungen, marginale Änderungen durchzusetzen.

Doch kommen wir zu den harten Fakten:

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Update zur Schließung der Fachbibliotheken Ethnologie, Soziologie, Publizistik und Politikwissenschaft

FU-Vizepräsidentin Lehmkuhl: Studierende sind ab jetzt nicht mehr an der Diskussion beteiligt!

Die Schließung der sozialwissenschaftlichen Fachbibliotheken und ihrer Integration in die zentrale Universitätsbibliothek inklusive der im Raume stehenden Aus-sortierung von ca. 300.000 Büchern war am Mittwochmorgen des 23.01.08 Thema im Fachbereichsrat des Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften. (FB PolSoz) Als Vertreterin des FU-Präsidiums war Prof. Dr. Ulla Lehmkuhl zu Gast um die Pläne des Präsidiums darzustellen. In ihren Ausführungen dementierte sie zwar die Endgültigkeit der Entscheidung und kündigte einen offenen Prozess im Rahmen eines „Runden Tisches“, konnte aber die offensichtlichen Widersprüche zu früheren Miteilungen des Präsidiums nicht ausräumen. Es ist weiterhin völlig unklar: Was soll konkret geschehen und wann? Wie viele Bücher sollen aussortiert werden? Hat der Prozess der Aussortierung schon begonnen? Wer ist beteiligt?

Zu offenem Unmut seitens der Studierenden führte dann ihre Vorstellung von der Zusammensetzung des „Runden Tisches“ Erst nach mehrmaligem ausdrücklichen Nachfragen seitens der Studierenden wurde Frau Lehmkuhl deutlich: Studierende werden nicht an diesem „Runden Tisch“ sitzen, sondern seien ja indirekt durch das Dekanat des FB PolSoz vertreten. Vorher hatte sie schon bemerkt, dass sie die Position der Studierenden ja gut kenne, da sie selbst auch mal studiert hätte.

Diese Entwicklung ist nur ein weiteres Beispiel für die Ausschließung studenti-scher Interessen an der Freien Universität Berlin! Im Präsidium wird anscheinend die Auffassung vertreten, man wüsste schon, was für die Studierenden gut sei.

Im Fachbereichsrat konnte auf einen studentischen Antrag hin zwar durchgesetzt werden, dass auf der Fachbereichsebene alle Statusgruppen bei der Vor-bereitung der Diskussion berücksichtigt werden. Wer sich aber mit Gremienarbeit und -Strukturen auskennt, weiß, dass hier eine Marginalisierung von bestimmten Interessen stattfindet.

Die Bibliotheksschließungen werden auch Thema auf der Demonstration im Rahmen des uniweiten Aktionstags am 31.01.2008 sein. Ein Redebeitrag von Seiten der Angestellten ist angefragt.

FSI PuK: Aufruf zum Boykott des CHE-Hochschulrankings

Vielleicht hast auch du in den letzten Wochen einen Brief vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) bekommen, der dich zur Teilnahme an einer Online-Befragung einlädt. Das vom CHE durchgeführte Hochschulranking gilt als zentraler Bewertungsmaßstab für Studiengänge in Deutschland. Einmal jährlich werden Studierende zu ihrer Studiensituation befragt. Diesmal sind Studiengänge aus den Bereichen Rechts-, Wirtschafts-, Sozialwissenschaften und Medien an der Reihe, also auch der Studiengang PuK an der FU. Die Ergebnisse werden in der Wochenzeitung Die Zeit und in deren Studienführer sowie online unter www.das-ranking.de publiziert.

Wir, die FSI PuK, rufen Studierende und Lehrende zum Boykott des CHE-Hochschulrankings auf. Unsere Gründe dafür wollen wir im Folgenden kurz darlegen.

Wir sehen schwerwiegende methodische Probleme bei der Konzeption und Durchführung der Befragung. So halten wir den Fragekatalog für problematisch. Zwar werden Studierenden Fragen zur Beurteilung ihrer Studiensituation vorgelegt, jedoch wird nicht nach den Ursachen für die gegebenenfalls bestehenden Probleme gefragt. Die Hintergründe für schlechte Studienbedingungen erschließen sich nicht. So lässt sich die derzeit miserable Situation des PuK-Instituts mit nur vier von acht besetzten Professuren im CHE-Ranking nicht abbilden. Klar wird bei der Befragung nur, dass etwas schlecht ist, aber warum dies der Fall ist, bleibt ungeklärt. Zusätzlich hat sich gezeigt, dass nur inhaltlich eingeschränkte Antwortmöglichkeiten vorgegeben werden. So wurde bereits 2003 bei der vom CHE und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in Auftrag gegebenen Forsa-Umfrage kritisiert, dass von drei möglichen Antworten, die sich auf Studiengebühren bezogen, keine eine generelle Ablehnung von Studiengebühren zum Ausdruck brachte. Die Antworten bezogen sich nur auf die Befürwortung oder Ablehnung verschiedener Studiengebührenvarianten. Dennoch sah es das CHE als bewiesen an, dass Studierende Studiengebühren mehrheitlich befürworteten, obwohl eine generelle Ablehnung von Studiengebühren in der Umfrage gar nicht ausgedrückt werden konnte. Umfragen, die so tendenziös und politisch motiviert Antwortmöglichkeiten ausschließen, halten wir für hochgradig problematisch.

Weiterhin stellt sich die Frage nach der Wirkung des CHE-Rankings. Das CHE begründet die Relevanz vor allem damit, dass es Studienbewerber_innen als Orientierungshilfe für die Studienplatzwahl dienen soll. Wie schon ausgeführt liefert die Umfrage hierfür keine relevanten Ergebnisse, weil die tatsächliche Studiensituation nicht widergespiegelt wird. Nun könnte argumentiert werden, dass dennoch Kritik über die Teilnahme an der Umfrage und eine schlechte Bewertung des Studiengangs ausgedrückt werden könne. Hier hat jedoch die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt, dass das schlechte Abschneiden des PuK-Instituts zu keiner Verbesserung der Lehrsituation geführt hat. Die Gründe für die Misere sind vielschichtig und lassen sich nicht einfach ausräumen, nur weil der Studiengang schlecht „gerankt“ wurde. Zumal das CHE-Ranking auch keinerlei verbindlichen Charakter hat und problemlos ignoriert werden kann. Die „Kritik“, die durch eine schlechte Bewertung des Studiengangs geäußert werden würde, erreicht nicht die nötige Fundiertheit, um konkrete Handlungsoptionen aufzuzeigen. Somit kann durch die Umfrage von Studierenden keinerlei Einfluss auf Veränderung genommen werden. Studentische Einflussnahme kann nicht über das Ausfüllen eines Fragebogens stattfinden. Kritik an hochschulpolitischen Entwicklungen sollte sich unserer Meinung nach nicht nur äußern, wenn Studierende mal gefragt werden und dann nicht einmal die richtigen Fragen gestellt bekommen. Form und Inhalt der Kritik sollten Studierende lieber selbst bestimmen.

Ein weiteres Argument für den Boykott des CHE-Rankings ist nicht methodischer Natur, sondern eine allgemeine Kritik an der engen Verbindung des Centrums für Hochschulentwicklung zum Medienkonzern Bertelsmann. Gesellschafter_innen des CHE sind die Bertelsmann Stiftung und die Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz. Das CHE bekennt sich ausdrücklich zu „wettbewerbsfähigen“, „wirtschaftlich arbeitenden“ Hochschulen. Somit ist es keine „neutrale“ Instanz, die Studierenden hilfreich zur Seite steht, sondern hat es sich offen zum Ziel gemacht, weitere neoliberale „Reformen“ der Hochschulen zu forcieren, wie etwa die Einführung von Studiengebühren.

Die Studierenden der Alice-Salomon-Fachhochschule (ASFH) in Berlin haben sich bereits zu einem allgemeinen Boykott der Umfrage entschlossen. In diesem Jahr beschlossen sogar die Schweiz und Österreich aus dem CHE-Ranking auszusteigen.

Also, schließt euch dem Boykott des CHE-Hochschulrankings an! Wer Post von CHE bekommt, kann den Brief entweder selbst entsorgen oder ihn im Büro der FSI PuK in Raum 106 in der Garystr. 55 abgeben.

Links zum Thema:

Artikel zum CHE-Boykott der ASFH

Boykottaufruf des AStAs der ASFH

Auch das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren ruft zum Boykott auf

Zur Kritik am Hochschulranking 2003

Wikipedia-Eintrag zu Hochschulrankings

Kritik an Bertelsmann allgemein

Homepage des CHE

PuK-Themenabend: Hochschulpolitik am Do, 08.11.2007, um 20 Uhr

puk-info

Während sich anderswo ganze Sportarten in die Winterpause verabschieden, steigt das PuK – Institut jetzt erst wieder richtig ins Semester ein.

Auf der gut besuchten Erstsemesterfahrt im Oktober kristallisierte sich der Wunsch heraus, wie in vergangenen Jahren neben den offiziellen Seminaren wieder selbst ein wenig auf den Informationsfluss an der FU einzuwirken. Am Do. dem 8.11.07 startet daher die Neigungsgruppe Hochschulpolitik mit einem Einführungsabend in das, was sich gemeinhin alles Hochschulpolitik nennt oder nennen müsste oder nennen sollte.

Gegen 18.30 gibts VoKü fürn Magen im Roten Cafe und ab 20:00 Uhr gehts im Hörsaal 55 – c in der Garystraße 55 los. Input und Diskussion sind vorgesehen. Bei Bedarf ziehen wir anschließend noch ins rote Cafe weiter und schmieden Zukunftspläne für die Unilandschaft und darüber hinaus.

Guckt bitte auch noch mal hier.

Aber viel wichtiger als bloß zu gucken, ist es vorbei zu kommen.
Die Veranstaltung ist offen für alle. Sammelt also alle Interessierten Menschen ein und bringt sie mit.

viele grüße und bis denne
PuK HoPo-Gruppe und die fsi PuK
Wir freuen uns*

Nach der Immafeier ist vor der Freirauminitiative

Nach der Feier mit unserem allseits beliebten und von uns zutiefst verehrten Präsidenten (Dieter, Dieter, unser Gebieter), fordert der Elite-Status am morgigen Mittwoch noch eine weitere Anstrengung von euch.

Denn um 14 Uhr steht eine Gesprächsrunde über neue (Frei)Räume in Dahlem für das FSI PuK Büro sowie das Cafe Tricky im Exil an. Neben dem Verwaltungsleiter des Fachbereichs, Herr Brose, und dem Geschäftsführenden Direktor des Instituts, Prof. Haarmann, werden (hoffentlich) viele Studierende inkl. der FSI PuK an dem Gespräch teilnehmen.

Wir freuen uns über weitere Studierende, die die Freirauminitiative mit ihrer Anwesenheit und ihren Ideen unterstützen. Da der Ort bis heute leider noch nichts bekannt ist, treffen wir uns um 13:45 Uhr vor dem Interimsraum der PuK-Studierenden (Raum 168, OEI (Garystr. 55)) um von dort gemeinsam loszugehen.

FSI PUK