Das FSI-Konzept

Die gemeinsame Plattform der Fachschaftsinitiativen (FSI) an der Freien Universität Berlin.

Kontakt zur FSI Plattform: fachschaftsinitiativen@riseup.net

Was sind eigentlich Fachschaftsinis, und was machen sie?

Wir sind für alle Leute offen, die Lust haben, an der Uni nicht nur ihre Scheine und Prüfungen abzulegen, sondern die sich auch für das interessieren, was meist hinter den Kulissen ohne uns entschieden wird: Von der Besetzung von Professuren über die immer repressiveren Studienordnungen bis zur Überwachung und Kontrolle via Campus Management und RFID-Technologie. Veränderungen also, die auch die Hochschullandschaft im Sinne des Neoliberalismus umstrukturieren und ökonomisieren.

Um mit den politischen Entscheidungen der Unileitung oder des Berliner Senats nicht jeweils einzeln konfrontiert zu sein und alles einfach nur hinzunehmen, müssen wir Studierende uns selbst organisieren. So können wir unsere Meinung zu den verschiedenen universitären und gesellschaftlichen Veränderungen auch und gerade dann mit Kraft zum Ausdruck bringen, wenn uns niemand fragt. Fachschaftsinis sind dafür eine geeignete Organisationsform für Studierende, gerade an einer Massenuniversität wie der FU, denn sie sind parteipolitisch unabhängig, aber natürlich nicht unparteiisch.

Wir Studierende in den Fachschaftsinitiativen gehen nicht von der seltsamen Vorstellung aus, dass es auf der einen Seite die Uni und auf der anderen Seite die Gesellschaft gibt. Für uns ist die Universität ein gesellschaftlicher Teilbereich, der während des Studiums einen Großteil unseres Alltags und deshalb auch unseren Ausgangspunkt für politische Auseinandersetzungen und Einflussnahme darstellt. Wir beschäftigen uns mit hochschulpolitischen oder fachspezifischen Themen, aber selbstverständlich auch immer wieder darüber hinaus.

Aktiv an den Instituten und Fachbereichen…

Die Fachschaftsinis treffen sich in der Regel wöchentlich zum Plenum um die jeweils anstehenden Themen, Probleme und Aktionen zu besprechen. Durch Organisation von Erstsemestereinführungen, Partys, Wochenendfahrten, Studienberatung, alternativen Veranstaltungen etc. bereichern wir den Studienalltag. Wir bereiten Vollversammlungen vor und unterstützen Aktionsgruppen (z. B. studentische Cafés und Fachschaftszeitungen). Das Lehrangebot, die Studien- und Prüfungsordnungen sowie die Entwicklung der Fachbereiche versuchen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten mitzugestalten. Es geht uns zum einen darum, Studienbedingungen zu verbessern, zum anderen wollen wir für uns und alle anderen Studierenden Freiräume schaffen, in denen der Alltag von Anwesenheitspflicht und Auswendiglernen und auch die Anonymität an einer Massenuniversität durchbrochen werden kann.

Fachschaftsinis verstehen sich jedoch nicht als Service-Einrichtungen. Sie leben vom Engagement vieler Studierender, die sich alle auf ihre Art und Weise einbringen können und sollen.

… und darüber hinaus.

In der Fachschaftskoordination (FaKo) treffen sich regelmäßig VertreterInnen aus den Inis, die Lust haben, sich über die Arbeit in den jeweiligen Fachbereichen auszutauschen. Dies ist insofern wichtig, als dass es angesichts der drängenden Probleme, vor welche uns nicht zuletzt die Unileitung bzw. der Senat stellen, entscheidend ist gemeinsam zu agieren. Denn gemeinsam sind wir stärker!

In den Organen der verfassten Studierendenschaft…

Die Fachschaftsinis sind die einzigen Gruppierungen an der Freien Universität, die über ein gut funktionierendes Netz an Basiskontakten verfügen und kontinuierliche AnsprechpartnerInnen für Studierende darstellten. Im Gegensatz zu diversen Hochschulgruppen der großen Parteien, von denen die meisten genau einmal im Jahr auf den politischen Plan treten, sind Fachschaftsinis unabhängig von der Wahlkonjunktur das ganze Jahr aktiv. Uns geht es vor allem darum, eine kontinuierliche Arbeit vor Ort zu leisten und nicht als RepräsentantInnen im StuPa herumzuhängen, um das später im Lebenslauf zu vermerken. Mit unseren Positionsbestimmungen können wir eben genau die Inhalte vertreten, Bündnisse eingehen und Aktionen durchführen, die wir für richtig und durchsetzungsfähig halten, ohne dabei permanent die Interessen der „Mutterpartei“ im Auge behalten zu müssen.

Seit die FSIs im AStA mitarbeiten, konnten wir einige strukturelle Veränderungen bewirken. Die zentralistisch-repräsentative Form der Interessenvertretung widerspricht eigentlich dem Initiativgedanken, allerdings wollen wir diese Institutionen nicht einfach den anderen überlassen. Daher haben wir die ehemals leitende Rolle des AStA-Vorsitzes wurde auf ein Minimum beschnitten – das AStA-Plenum, an dem alle Referate gleichberechtigt mitwirken, ist jetzt oberstes Entscheidungsgremium. Das AStA-Plenum achtet unter anderem darauf, dass euer Geld (7,50 Euro, die ihr jedes Semester zusammen mit der Rückmeldegebühr und den Beiträgen für das Studentenwerk bezahlt) sinnvoll eingesetzt und ordnungsgemäß verwaltet wird. Praktisch sind vor allem die Publikationen des AStAs, hier gibt es neben der Informationsbroschüre für Erstsemester (Mein Erstes Semester – MES) den aktuellen AStA Kalender, der äußerst hilfreiche Sozialreader, und das hochaktuelle Mitteilungsblatt „AStA Info“. Besonders wichtig ist natürlich auch das umfassende Beratungsangebot, welches der AStA aufrecht erhält. Zu fast jedem Problem gibt es hier die passende Beratung.

… ebenso wie in den Gremien der akademischen Selbstverwaltung.

Als Fachschaftsinitiativen streben wir auch danach, die studentischen VertreterInnen in den akademischen Selbstverwaltungsgremien (Institutsräten, Fachbereichsräten, Akademischer Senat, Kuratorium, Konzil und verschiedenen Kommissionen) zu stellen.

Wir sind uns zwar der Gefahr bewusst, dadurch undemokratische Entscheidungsprozesse zu legitimieren. Dennoch halten wir es für notwendig, den EntscheidungsträgerInnen auf die Finger zu schauen und die dort erhaltenden Informationen weiterzugeben, um eine kritische Öffentlichkeit zu schaffen.

Leider ist es nicht damit getan, bei den Wahlen an der richtigen Stelle das Kreuz zu machen. Auf sich alleine gestellt können die studentischen Gremienmitglieder keine wirklichen Veränderungen bewirken. Nur wenn sich viele Studis aktiv in den politischen Prozess an der Hochschule einbringen, ist Gremienarbeit als ein Element der politischen Arbeit sinnvoll.

Wir wollen wir eine Uni, die nicht nur eine Ausbildungsstätte ist, sondern auch Raum für eigenes Erfahren, Gestalten, Erleben und Verändern bietet.

Wenn du mitmachen willst, wende dich an die FSI deines Vertrauens!

Hier findest du alle Kontaktdaten der Fachschaftsinis an der FU Berlin.

4 Gedanken zu “Das FSI-Konzept

  1. Pingback: FSI Wahlinfo - jetzt erhältlich! « die fachschaftsinitiativen

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  3. Pingback: Stupawahlen vom 15.-17. Januar 2008: wählt Fachschaftsinis! « die fachschaftsinitiativen

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