FSI / Offene Liste – im Akademischen Senat

Am 13. und 14. Januar 2009 findet die Wahl zum Akademischen Senat (AS), zum ruhenden Kuratorium und zu den Fachbereichsräten der FU statt. Diese werden alle 2 Jahre gewählt. Auch die Studierenden haben in diesen Gremien (bisher noch…) Sitze und Stimmrecht. Wahlvorschläge dafür müssen bis zum 25. November 2008 um 12.00 beim Zentralen Wahlvorstand (AS und Kuratorium) bzw. bei den den Dezentralen Wahlvorständen der verschiedenen Fachbereiche eingegangen sein.

Hierzu die Bekanntmachung des Zentralen Wahlvorstandes der FU.

Für die verschiedenen Fachbereichsräte, für die die selben Fristen und dasselbe Wahldatum gilt, könnt ihr euch beim Dezentralen Wahlvorstand des Fachbereichs, in dem Ihr Euer Hauptfach/Kernfach belegt informieren.

Beim letzten Mal vor zwei Jahren hat die FSI/Offene Liste sehr erfolgreich 2 von 4 studentischen AS-Sitzen gewinnen können. Noch zwei Jahre zuvor war es nur 1 Sitz gewesen.

Meistens hat Sarah Walz vom Politikwissenschaftlichen Institut der FU einen der so gewonnenen zwei Sitze aktiv wahr genommen. Sie fungierte zumeist auch als Sprecherin der vier im AS sitzenden Studierenden, von denen die anderen zwei Sitze zur Zeit einerseits von der hochschulpolitischen Gruppierung der „Grünen“, andererseits von der FDP-nahen „Liberalen Hochschulgruppe“ (LHG) und dem „Demokratischen Forum“ (DeFo) gestellt werden. Für alle vier Sitze gibt es auch verschiedene studentische Nachrücker/innen der jeweiligen Listen, die im Falle der Abwesenheit die gewählten studentischen AS-Mitglieder ihrer Liste vertreten.

Trotz unterschiedlicher Anschauungen konnte Sarah Walz oftmals auch die Stimmen von „Grünen“ und „LHG/DeFo“ hinter sich vereinen. Die Studierenden stellen per Gesetz im AS die Minderheit und die Professor/innen die absolute aristokratische Mehrheit von 13 Sitzen. Trotz dieses Demokratie-Mangels konnten, auch durch ein geschlossenes Auftreten, die Studierenden den einen oder anderen kritischen Akzent im AS setzen. Der Linie des FU-Präsidiums, das eine große Professor/innen-Mehrheit der „Vereinten Mitte“ im AS hinter sich weiß, konnte erfolgreich an verschiedenen Punkten eine eigene kritische studentische Politik entgegen gesetzt werden. Es konnten Informationen gewonnen werden, die dann für politische Arbeit außerhalb der Gremien genutzt werden konnten (z.B. Zukunftskonzept Internationale Netzwerkuniversität, zu Campus Management, „Studienreform“ und verschiedenen anderen Dingen).

Inhaltliche Eckpunkte des Selbstverständnisse der Liste
„Fachschaftsinitiativen/Offene Liste“

  • Konsequenter Eintritt für eine Öffnung der Universität, Widerstand gegen jede Form von Studiengebühren, Zugangsbeschränkungen und besondere Auswahlverfahren.
  • Eintritt für eine breite und vielfältige Universität, gegen die Konzentration zu sog. Clustern und gegen den Aufbau von Elitezentren.
  • Eintritt gegen die Kommerzialisierung der Bildung und gegen die marktwirtschaftliche Leitung der Universität. Gegen das Outsourcing von Universitätsaufgaben an private Unternehmen und gegen den kommerziellen Export von Studiengängen.
  • Eintritt für unkomplizierte und studierendenfreundliche Studienordnungen, die einen selbstbestimmten Lernprozess ermöglichen und die die Lebens- und Arbeitsrealität der Studierenden berücksichtigen. Gegen die Einengung von Wahlmöglichkeiten und die Zunahme von Zwangsveranstaltungen und Anwesenheitskontrollen. Gegen repressive Elemente wie Maluspunkte und Zwangsexmatrikulation.
  • Eintritt für selbstorganisierte Lernprozesse, wie sie z.B. bis zur Abschaffung des Projekttutorienprogramms institutionalisiert waren.
  • Für informationelle Selbsbestimmung. Gegen HisPos-Chipkarten und ähnliche digitale Kontrollsysteme, gegen verschärfte An- und Abmeldesysteme in den Studiengängen und gegen Rasterfahndung an der Uni.
  • Sie soll nicht nur die B.A.- und M.A.-Studierenden, sondern darüber hinaus explizit die noch zahlreich in der FU studierenden „alten“ Studierenden des Magister, Staatsexamens und des Diploms mit vertreten, die bis 2010 unter immer stärkeren Druck der Abwicklung geraten werden. Sie soll darauf einwirken, die nicht mehr zu verschweigenden massiven Fehlentwicklungen der so genannten „Studienreform“ grundsätzlich zu hinterfragen und zu korrigieren.
  • Die öffentliche Arbeit der Studierenden in den Gremien. Die basisdemokratisch rückgebundene Ausübung eines Mandats macht nur Sinn unter enger Zusammenarbeit mit studentischen Bewegungen und den „repräsentierten“ Studierenden außerhalb der Gremien bzw. in anderen Gremien.
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